Nachfrage
150 Bewerber um Bauplatz
In Pommersfelden wird derzeit das Baugebiet Kühtrieb II erschlossen. Im Frühjahr sollen weitere Wohngebiete in Steppach und Sambach dazukommen.
In Pommersfelden wird derzeit das Baugebiet Kühtrieb II erschlossen. Im Frühjahr sollen weitere Wohngebiete in Steppach und Sambach dazukommen.
Foto: Evi Seeger
Pommersfelden – Die Nachfrage nach Baugrundstücken in der Gemeinde Pommersfelden ist ungebrochen. Eine Handvoll Restgrundstücke“ ist noch zu vergeben.

Die Nachfrage nach Baugrundstücken in der Gemeinde Pommersfelden ist ungebrochen. Auf einer unverbindlichen Warteliste hätten sich 150 Bewerber eingetragen, informierte Bürgermeister Gerd Dallner. „Rund 40 davon haben die Postleitzahl Pommerfelden.“ Das bedeutet, dass aus der Gemeinde selbst 40 Bewerber an einem Grundstückskauf interessiert sind. Der großen Nachfrage stehen in den in Sambach und Steppach geplanten Baugebieten rund 40 neu zu schaffende Grundstücke gegenüber. Mit der Erschließung der Wohnquartiere Hofleite II in Sambach und Steppach Nord III soll im Frühjahr 2022 begonnen werden. Bevor diese zum Verkauf stehen, habe die Gemeinde noch „eine Handvoll Restgrundstücke“ aus früheren Baugebieten zu vergeben, so Dallner.

Aufgrund der vielen Bewerbungen sollen ab 1. Oktober Richtlinien für die Vergabe der gemeindeeigenen Baugrundstücke angewendet werden. Nachdem sich das Ratsgremium und die Verwaltung intensiv damit befasst hatten, wurden die Richtlinien in der jüngsten Sitzung verabschiedet.

Transparentes System anwenden

Bürgermeister Dallner legt Wert darauf, dass bei der Vergabe des begehrten Baulands „ein transparentes System“ zur Anwendung kommt. Die Gemeinde verfolge bei der Vergabe das Ziel, den sozialen Zusammenhalt der Bürger zu festigen und wolle daher insbesondere Ortsansässigen die Schaffung von eigenem Wohnraum ermöglichen. Gleichzeitig sollen aber auch soziale Aspekte Berücksichtigung finden. Den Richtlinien liegt ein detailliert ausgearbeiteter Punktekatalog zugrunde.

Nach den auf mehreren Seiten festgelegten Kriterien können Familien mit Kindern besonders „punkten“. Auch die familiäre Situation, zum Beispiel bei Wohnbedarf von Personen mit Behinderung oder Pflegebedürftigkeit soll berücksichtigt werden.

Die Richtlinien sehen auch Punkte für ehrenamtlich engagierte Bürger oder Bewerber mit einem Arbeitsplatz in der Gemeinde vor.