Corona-Maßnahmen
Coburger Weihnachtsmarkt mit "3G plus"-Regel
Auf den ersten Blick soll der Coburger Weihnachtsmarkt heuer genauso aussehen wie in den vergangenen Jahren...
Auf den ersten Blick soll der Coburger Weihnachtsmarkt heuer genauso aussehen wie in den vergangenen Jahren...
Foto: Coburg Marketing
Coburg – Noch ist unklar, welche Vorgaben es in diesem Jahr für Weihnachtsmärkte in Bayern geben wird. Bei der Stadt Coburg geht man auf Nummer Sicher.

Als am frühen Dienstagnachmittag (12. Oktober 2021) in Coburg der Finanzsenat tagte, war noch nicht bekannt, welche Beschlüsse im fernen München zum Thema Weihnachtsmärkte gefasst werden. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) war am Vormittag vorgeprescht und hatte sich dafür ausgesprochen, dass es gar keine Corona-Beschränkungen mehr gibt.

Bei der Stadt Coburg geht man allerdings in mehrfacher Hinsicht lieber auf Nummer Sicher. Im Finanzsenat wurde einstimmig ein von Coburg Marketing vorgestelltes Konzept beschlossen, das für den diesjährigen Weihnachtsmarkt eine "3G plus"-Regelung vorsieht. Das bedeutet: Das Gelände des Weihnachtsmarkts darf ausschließlich von Menschen betreten werden, die geimpft oder genesen sind oder einen negativen PCR-Test vorlegen können. "3G plus" hat gegenüber "3G" den Vorteil, dass auf dem Veranstaltungsgelände weder eine Maskenpflicht noch eine Abstandsregelung gilt. Weil jedoch zu erwarten ist, dass der Gesetzgeber in irgendeiner Form die Besucherzahlen beschränkt, hat Coburg Marketing auch noch Folgendes erarbeitet: Der 2021er Weihnachtsmarkt wird ausschließlich über zwei Eingänge zu betreten sein; vorgesehen sind diese an den Ecken Spitalgasse und Ketschengasse. Ausgänge gibt's an den Ecken Herrngasse und Rosengasse.

Coburger Weihnachtsmarkt: Security-Personal an den Eingängen

An den Eingängen muss natürlich "3G plus" überprüft werden. Weil dies vom städtischen Personal nicht zu stemmen ist, hat der Finanzsenat den Weg freigemacht für den Einsatz eines externen Security-Dienstes. Kosten: knapp 40000 Euro. Weitere 3000 Euro sind veranschlagt für ein Zählsystem, mit 4000 Euro wird das Aufstellen von Bauzäunen zu Buche schlagen. Mit den Bauzäunen müssen die Lücken zwischen den äußersten Buden versperrt werden, damit dort keine zusätzlichen Eingänge entstehen. Michael Selzer von Coburg Marketing versicherte, dass die Bauzäune mit Hilfe von Bannern optisch schön gestaltet werden.

Die Mehrkosten von insgesamt rund 46000 Euro werden nicht auf die Budenbetreiber umgelegt. Bettina Lesch-Lasaridis ( SPD ) nannte es stattdessen "unseren Beitrag dafür, dass die Bürger:innen mal wieder einen Weihnachtsmarkt erleben können."

Horst Graf, der Betriebsleiter von Coburg Marketing, erklärte, dass die Mehrkosten aus dem laufenden Haushalt genommen werden können. Schließlich seien seit Beginn der Pandemie etliche Veranstaltungen ausgefallen, für die man eigentlich Zuschüsse bezahlt hätte. Doch am Geld hätte es Graf sowieso nicht scheitern lassen wollen. Denn: "Es ist wichtig, nach dieser langen Zeit der Abstinenz den Menschen wieder mal etwas zu bieten."

 

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