Einsatz
Ernstfall: volle Einsatzstärke in Corona-Zeiten
Die Feuerwehrleute löschen das brennende Fahrzeug. Mit Wasser aus einem 600-Liter-Tank, weiteren wasserführenden Feuerwehrautos und einem Pumpfass konnte verhindert werden, dass das Feuer auf den Wald übergriff.
Die Feuerwehrleute löschen das brennende Fahrzeug. Mit Wasser aus einem 600-Liter-Tank, weiteren wasserführenden Feuerwehrautos und einem Pumpfass konnte verhindert werden, dass das Feuer auf den Wald übergriff.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Wolfsberg
Schossaritz – Aufgrund des veränderten Arbeitsalltags durch Corona konnten zahlreiche Feuerwehrleute zu einem Fahrzeugbrand in der Fränkischen Schweiz ausrücken.

Am Donnerstagmorgen ist beim Brand eines forstwirtschaftlichen Fahrzeugs bei Schoßaritz ein Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro entstanden. Verletzt wurde niemand.

Ein 55-jähriger Arbeiter war mit einem Teleskoplader bei Holzarbeiten an der Ortsverbindungsstraße von Schoßaritz in Richtung Ziegelmühle beschäftigt. Nach mehrstündiger Arbeit stellte er sein Arbeitsgerät für kurze Zeit ab. Er verließ den Lader und ging in den angrenzenden Wald. Bei seiner Rückkehr stellte er eine Rauchentwicklung am Armaturenbrett des Fahrzeugführers im Bereich der Elektrik fest.

Geistesgegenwärtig klemmte der Mann noch die Batterie des Fahrzeugs ab und verständigte sofort den Notruf. In Sekundenschnelle fing der Innenraum des Fahrzeugs zu brennen an. Beim Eintreffen der fünf freiwilligen Feuerwehreinheiten aus dem Umkreis stand der Innenraum des Arbeitsgerätes bereits im Vollbrand.

Technischer Defekt

Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Brand löschen. Als brandursächlich wird laut Bericht der Polizeiinspektion Ebermannstadt ein technischer Defekt vermutet. Zusätzlich wurde noch das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt Forchheim wegen auslaufender Betriebsflüssigkeiten verständigt. Der Fahrzeugführer blieb unverletzt.

Wie die Freiwillige Feuerwehr Wolfsberg zu dem Einsatz berichtet, wurde sie um 10.25 Uhr gerufen. Sowohl über die Sirene als auch über die gemeindeweite Alarmierungs-App wurde der Arbeitsalltag der Feuerwehrler unterbrochen. Da im ganzen Umkreis die Sirenen heulten, gingen die Wolfsberger bei ihrer Ankunft am Gerätehaus von einem größeren Schadensfall aus und erfuhren anschließend, dass ein forstwirtschaftliches Fahrzeug in der Flur zwischen Schoßaritz und Obertrubach in Brand geraten ist.

Pumpe und Schlauchmaterial

Als sie zusammen mit der Schoßaritzer Wehr an der Einsatzstelle ankamen, war die Obertrubacher Feuerwehr bereits mit dem Löschvorgang beschäftigt. Das Wasser entzog sie ihrem 600-Liter-Tank und konnten so das Feuer kleinhalten. Die Wolfsberger hielten sich mit Pumpe und Schlauchmaterial bereit, da von Schoßaritz ein Pumpfass mit Wasser organisiert wurde.

Angrenzender Wald

Zwischenzeitlich trafen immer mehr Feuerwehren ein, vor allem auch die wasserführenden Fahrzeuge aus Egloffstein und Hiltpoltstein. Zum Glück hatte es dieser Tage immer wieder geregnet, so dass sich das Feuer nicht auf den angrenzenden Wald ausbreiten konnte.

Da das Löschwasser aus den Tanks ausreichte, konnte der brennende Teleskoplader schon bald gelöscht werden und alle Einsatzkräfte wieder zurückfahren, die aufgrund der kritischen Uhrzeit und Position in großer Anzahl alarmiert wurden. Aufgrund des veränderten Arbeitsalltags durch Corona konnten auch die Wolfsberger mit der stattlichen Anzahl von zwölf Personen ausrücken.