Übung
Röttenbacher Wehr probt den Ernstfall
Die starke Rauchentwicklung schränkt die Sicht des Löschtrupps ein.
Die starke Rauchentwicklung schränkt die Sicht des Löschtrupps ein.
Foto: Feuerwehr Röttenbach
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Röttenbach – In Röttenbach trainieren die Brandbekämpfer verschiedene Rettungsszenarien. Auch eine Drohne und ein hydraulisches Kissen kommen zum Einsatz.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause veranstaltete die Feuerwehr Röttenbach wieder ihren alljährlichen „Berufsfeuerwehrtag“ für die aktive Mannschaft. Wie der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis, Sebastian Weber, in einer Mitteilung schreibt, galt es es dabei, in einem straffen Zeitrahmen nicht alltägliche, jedoch gleichermaßen mental wie körperlich fordernde Einsatzübungen unter Realbedingungen zu absolvieren.

Nach der Einteilung der Fahrzeugbesatzungen folgte auch gleich der erste Alarm: Auf einem Waldweg war ein Auto mit einer Gruppe Fahrradfahrer zusammengestoßen: Neben der Sicherung des Fahrzeugs, das über eine Böschung abzurutschen drohte, standen hier die Erste Hilfe und die Betreuung der Verletzten im Vordergrund.

Minibagger brennt

Kurze Zeit später wurde die Feuerwehr in ein Weihergebiet am südlichen Ortsrand gerufen. Dort hatte ein Minibagger auf einem Weiherdamm zu brennen begonnen. Zudem war durch eine falsche Reaktion des Fahrers eine Person unter die Baumaschine geraten. Bis zum Eintreffen der Helfer hatte sich der Brand auch auf die Umgebung ausgebreitet.

 

Die Besatzung des Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs befreite die Person mittels Hebekissen und kümmerte sich um die Erstversorgung. Die Truppe aus dem Versorgungsfahrzeug, das die Beladung eines Löschfahrzeugs mitführt, löschte die brennende Vegetation.

Hierbei kam auch ein Schwimmsauger zum Einsatz, mit dem das Löschwasser trotz niedrigem Wasserstand aus einem der umliegenden Weiher entnommen wurde.

Verletzte Personen eingeklemmt

Kaum zurück im Feuerwehrhaus, erfolgte der Alarm zu einem Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten und verletzten Personen im Röttenbacher Gewerbegebiet. Die Herausforderung hier war ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug sowie ein plötzlicher Entstehungsbrand bei einem der Autos während der Rettungsmaßnahmen.

Hierbei kam auch die Feuerwehr Heßdorf mit einem zweiten hydraulischen Rettungssatz zur Personenbefreiung zum Einsatz. Darüber hinaus stellten die Kameraden aus dem Seebachgrund ihre neue Drohne vor, mit der sie dem Einsatzleiter einen besseren Überblick über die Einsatzstelle verschaffen können. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde ein Brand in der KCR-Arena gemeldet. Beim Eintreffen stellten die Feuerwehrleute eine unklare Lage mit starker Rauchentwicklung im Trainingsgebäude des Karneval-Clubs sowie eine unbestimmte Zahl an vermissten Personen im Gebäude fest.

Befreiung von einem Klettergerüst

Laute Musik erschwerte dabei die Kommunikation der unter schwieriger Sicht vorgehenden Atemschutztrupps mit der Einsatzleitung nach draußen. Die Personensuche und -rettung forderte die Einsatzkräfte dabei bis zum Äußersten. Den Abschluss des Übungstages bildete dann die nächtliche Befreiung einer Person, die auf einem Klettergerüst eingeklemmt war und umsichtig befreit werden musste.

Nach jeder Übung wurde das Vorgehen, laut Pressemitteilung der Wehr, jeweils von allen Seiten betrachtet und die gemachten Erfahrungen bewertet. Hierzu war auch der stellvertretende Kreisbrandrat Stefan Brunner anwesend. Er hatte die Arbeit der Einsatzkräfte beobachtet und bei den Nachbesprechungen noch den ein oder anderen Tipp parat.

Realistische Notfallszenarien

Sowohl er als auch Kreisbrandinspektor Jürgen Schwab, der sich dieses Mal wieder mit unter die Mannschaft gemischt hatte, und Kommandant Sebastian Beck waren beeindruckt, wie souverän die Fahrzeugbesatzungen die Einsatzlagen abarbeiteten. Konstantin Hauner hatte bei der Gestaltung der realistischen Notfallszenarien ebenfalls abgeliefert. 

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