Großbrand
Flammeninferno in Heroldsbach
Flammen schlagen aus einem Nebengebäude in Holzbauweise.
Flammen schlagen aus einem Nebengebäude in Holzbauweise.
Foto: Kreisbrandinspektion Forchheim
Heroldsbach – In einem dicht besiedelten Wohngebiet bricht ein Brand aus. Die Feuerwehr ist gerade bei einem anderen Einsatz gefordert, als der Alarm kommt.

Ein Brand in Heroldsbach und ein Chlorgasaustritt in Forchheim haben am Dienstagabend kurz vor dem Fußball-EM-Spiel Deutschland – Frankreich für zwei Großeinsätze der Feuerwehren gesorgt. Der Wohnhausbrand passierte in dicht besiedeltem Wohngebiet. Verletzte Zivilisten gab es nicht, jedoch drei leicht verletzte Feuerwehrleute, und es entstand hoher Sachschaden.

Aus bislang unbekannten Gründen brach in einem nördlich des Schlossparks Thurn gelegenen Wohnhaus am Dienstagabend ein Brand aus. Gegen 18.20 Uhr bemerkte ein Anwohner die Flammen in dem Wohnhaus in der Schloßstraße. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl und griffen in dem dicht bebauten Wohngebiet auf zwei in Holzbauweise errichtete Nebengebäude über. Sowohl der Dachstuhl des Hauptgebäudes als auch die beiden Geräteschuppen brannten völlig aus.

Der Dachstuhl des Haupthauses brannte völlig aus.
Der Dachstuhl des Haupthauses brannte völlig aus.
Foto: Kreisbrandinspektion Forchheim

Die Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren brachten das Feuer unter Kontrolle und konnten ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohnhäuser verhindern. Es wurde keine Person verletzt, jedoch entstand laut Polizeipräsidium Oberfranken ein Sachschaden in geschätzter niedriger sechsstelliger Höhe. Brandfahnder der Kriminalpolizei Bamberg übernahmen die Ermittlungen zur Brandursache.

Wie die Kreisbrandinspektion Forchheim mitteilt, erfolgte am Dienstag kurz vor 17.30 Uhr der erste Alarm für die Feuerwehren aus Forchheim, Kersbach und Reuth.

An der Baustelle eines Wasserwerks in der Straße Am Zweng war Chlorgas ausgetreten. Der zuerst eingesetzte Trupp nahm unter Atemschutz ein austretendes, grünliches Gas wahr. Im Chemikalienschutzanzug konnten kurz darauf weitere Atemschutzgeräteträger in den Raum vorgehen und das Leck abdichten. Verletzt wurde niemand.

Im Chemikalienschutzanzug konnten  Atemschutzgeräteträger in den Raum vorgehen und das Leck abdichten.
Im Chemikalienschutzanzug konnten Atemschutzgeräteträger in den Raum vorgehen und das Leck abdichten.
Foto: Kreisbrandinspektion Forchheim

Während der Einsatz in Forchheim noch lief, meldete die Integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim einen weiteren Einsatz. In Thurn soll ein Gartenhaus in Vollbrand stehen, lautete die Alarmmeldung. Bereits auf der Anfahrt konnten die ersten Kräfte eine starke Rauchentwicklung auf Sicht melden. Der Brand breitete sich schnell auf ein angrenzendes Gebäude aus. Insgesamt waren hier circa 90 Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort.

Unter Einsatz des Wenderohres der Drehleiter sowie mit acht Trupps unter schwerem Atemschutz wurde der Brand bekämpft. Größere Probleme stellte auch die Wasserversorgung dar. Da sich das Hydrantennetz als nicht ergiebig genug entpuppte, wurde der Weiher des gegenüberliegenden Freizeitparks Schloss Thurn als Löschwasserquelle hergenommen.

Drei Einsatzkräfte der Feuerwehr verletzen sich leicht und wurden vom Rettungsdienst behandelt.