Schwierige Rettung
Wanderin stürzt beim Fotografieren von Felsen ab
Ins steile Gelände eines schwer zugänglichen Schotterhanges musste sich die Rettungskräfte der Bergwacht vorarbeiten, um die gestürzte Wanderin zu versorgen.
Ins steile Gelände eines schwer zugänglichen Schotterhanges musste sich die Rettungskräfte der Bergwacht vorarbeiten, um die gestürzte Wanderin zu versorgen.
Foto: Bergwacht Forchheim
Streitberg – Eine Frau ist in der Fränkischen Schweiz von einem Felsen in steiles Gelände gefallen. Möglicher Steinschlag bedroht die Rettungskräfte.

Schwer verletzt worden ist eine Wanderin bei einem Sturz in steilem Gelände in der Fränkischen Schweiz. Die Bergwacht war im Einsatz.

Am Donnerstagnachmittag war eine Familie in der Nähe der Muschelquelle bei Streitberg zum Wandern unterwegs. Die 33-jährige Frau lief ein Stück abseits des Wanderwegs, um an einem Felsen ein Foto zu machen. Hierbei rutschte sie laut Bericht der Polizeiinspektion Ebermannstadt am steilen Gelände auf dem Geröll ab und schlitterte mehrere Meter nach unten. Sie stieß mit Kopf und Oberkörper gegen einen Baum und blieb danach in einer Baumgabel schwer verletzt liegen.

Notruf abgesetzt

Der Ehemann und die Tochter setzten sofort den Notruf ab. Da das Gelände schwer zugängig war, wurde unter anderem die Bergwacht verständigt, die dann mit mehreren Helfern am Einsatzort eintraf und die Verletzte retteten. Sie wurde zur weiteren ärztlichen Versorgung in das Klinikum Bamberg gebracht.

Eine Rettung mittels Hubschrauber war wegen der dichten Bewaldung nicht möglich. Doch anschließend flog der Helikopter die Verunglückte ins Klinikum nach Bamberg.
Eine Rettung mittels Hubschrauber war wegen der dichten Bewaldung nicht möglich. Doch anschließend flog der Helikopter die Verunglückte ins Klinikum nach Bamberg.
Foto: Bergwacht Forchheim

Wie die Bergwacht Forchheim berichtet, war das Meldebild bei der Alarmierung eine schwer verletze Wanderin nach einem Sturz. Die Verunglückte lag circa 80 Meter oberhalb eines Forstweges in einem schwer zugänglichen Schotterhang.

Eigensicherung wegen Steinschlags

Großes Augenmerk wurde auf Eigensicherung wegen Steinschlags gesetzt. Eine Rettung mittels Hubschrauber war wegen der dichten Bewaldung nicht möglich. Bei dieser Rettung arbeiteten die Bergwachtler mit ihrem Statikseilsatz.

Im steilen Gelände arbeitete die Bergwacht mit dem Statikseilsatz.
Im steilen Gelände arbeitete die Bergwacht mit dem Statikseilsatz.
Foto: Bergwacht Forchheim

Für den schnellen Transport ins Klinikum entschieden sich die Rettungskräfte dann doch noch für den Hubschrauber. Im Einsatz waren die Bergwacht Forchheim mit vier und die Bergwacht Fürth mit zwei Rettern, die Polizei, der Rettungsdienst, der Notarzt und der Rettungshubschrauber „Christoph 27“ aus Nürnberg. „Die Zusammenarbeit aller Hilfskräfte war hervorragend“, heißt es von der Bergwacht.

Einsatz zuvor bei Pretzfeld

Kurz vor diesem Unglück war die Bergwacht Forchheim gegen 14 Uhr zu einem Einsatz im Waldgebiet zwischen Wannbach und Pretzfeld alarmiert worden. Meldebild war hier ein Fahrradsturz. Zusammen mit der Bergwacht Fürth trafen die Forchheimer an der Einsatzstelle ein. Diese befand sich gleich neben einem Forstweg. So konnte die Bergwacht Forchheim nach Rücksprache mit dem Rettungsdienst gleich weiter zum nächsten Einsatz bei Streitberg.