Chronik
Die Flugzeugabstürze vom Feuerstein
Im März 2021 ist ein Sportflugzeug kurz  vor einem Kindergarten auf dem Gelände der Burg Feuerstein abgestürzt.
Im März 2021 ist ein Sportflugzeug kurz vor einem Kindergarten auf dem Gelände der Burg Feuerstein abgestürzt.
Foto: News5
Ebermannstadt – Vier Flugunfälle bei Burg Feuerstein innerhalb nur weniger Wochen: Wir blicken zurück und fassen die tragischen Ereignisse zusammen.

Die Tragödie bei Burg Feuerstein schockte den gesamten Landkreis, als ein Sportflugzeug am 16. März auf den Spielplatz eines Kindergartens an der Burg Feuerstein abstürzte. Der Pilot starb. Kinder waren zu diesem Zeitpunkt Gott sei Dank nicht vor Ort.

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Die Kita am Feuerstein war völlig verwüstet, Ebermannstadt schockiert. „Im Grunde genommen haben wir einen großen Schutzengel gehabt“, sagte die Leiterin des Integrativen Kinderclubs am Feuerstein. Wenige Stunden bevor der Pilot mit seiner Cessna auf dem Grundstück des Kindergartens tödlich verunglückt war, hatten hier noch Kinder gespielt.

Der Zaun und ein Baum wurden weggerissen, die Hecke zerstört, das Panorama-Fenster des Kindergartens zerstört.

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Das tödliche Unglück war der vierte Flugunfall innerhalb von drei Wochen. Das löste natürlich Diskussionen aus. Aber einen Zusammenhang sah die Leiterin der Flugschule, Tanja Adamski, nicht: „In einem Fall zumindest war es ein rein technisches Problem.“

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Am 23. Februar hatte ein 69-jähriger Pilot beim Landeanflug mit seiner Cessna vergessen, das Fahrwerk auszufahren. Das Flugzeug setzte auf dem Bauch auf und wurde stark beschädigt. Der Pilot blieb jedoch unverletzt.

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Schlimmer dagegen war die Bruchlandung eines Segelflugzeugs am 27. Februar. Der 51-jährige Pilot bemerkte kurz vor der Landung, dass er zu tief war, krachte in die Bäume und blieb in den Kronen hängen. Das Flugzeug wurde stark beschädigt und der Pilot, der einen Schock erlitten hatte, musste von den Rettungskräften aus etwa fünf Metern Höhe geborgen werden. „Da waren alle Schutzengel Oberfrankens im Einsatz“, sagt Tanja Adamski. Sie berichtet, dass der Pilot am Sonntag darauf bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden und am darauffolgenden Wochenende gleich wieder geflogen sei.

Am 2. März hatte dann ein Ultraleichtflugzeug Probleme beim Landen. Beim Aufsetzen brach das Rad ab. Der 57-jährige Pilot wurde nicht verletzt.

Die Solidaritätswelle nach dem tödlichen Flugzeugabsturz bei Burg Feuerstein war überwältigend. Viele lokale Firmen waren einem Aufruf von Radio Bamberg gefolgt, so waren schnell mehrere Tausend Euro an Geld und Sachspenden gesammelt. Ein Geräteschuppen, Sitzbänke, eine Rutsche sowie Mobiliar und neues Spielzeug sind nun am Feuerstein eingetroffen. Auch der Verein Franken helfen Franken des Fränkischen Tags war mit einer Geldspende von über Tausend Euro zur Stelle.

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