Aktion für Flutopfer
Egloffstein: Gastronominnen spendieren Urlaub
Silvia Seemann (l.) und Jessica Nebel vom Gasthof zur Post in Egloffstein wollen helfen.
Silvia Seemann (l.) und Jessica Nebel vom Gasthof zur Post in Egloffstein wollen helfen.
Foto: Ronald Heck/Archiv
Ebermannstadt – Die Gastronominnen vom Gasthof zur Post spendieren Flutopfern einen Urlaub. Unter dem #urlaubfürflutopfer sollen auch andere ihrem Beispiel folgen.

„Die Hilfsaktion der Landwirte hat mich so beeindruckt, dass ich auch meinen Beitrag leisten wollte“, sagt Jessica Nebel vom Gasthof zur Post. Kurzentschlossen verkündete sie deshalb auf ihrer Facebook-Seite: „Wir würden auch so gerne helfen, kommen aber natürlich gerade nicht weg, da wir uns inmitten der Hochsaison befinden. Aber was wir tun können ist, einigen Familien einen Urlaub zu spendieren.“

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Über 180 Kommentare

Und der Beitrag schlägt Wellen. Über 180 Kommentare und 1000 Mal geteilt. Es sei eine spontane Idee gewesen, sagt Jessica Nebel. „Ich habe mich gefragt, was kann ich tun? Und dann habe ich mich mit den Mädels abgesprochen, ob wir trotz unserer gebeutelten Lage helfen. Wir haben immer mal leerstehende Zimmer, das ist für uns also kein großer Verlust.“ Außerdem seien diese Familien bestimmt froh, wenn sie mal rauskommen, sagt sie.

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Aufruf an die Gastronomie

„Klar, momentan denkt keiner der Betroffenen an Urlaub. Aber irgendwann kommt sicher der Zeitpunkt, dass man mal raus muss. Und viele werden jetzt jeden Cent in den Wiederaufbau ihres Zuhauses stecken. Für Urlaub bleibt da nichts übrig.“

Mit dem Hashtag #urlaubfürflutopfer wollen Jessica Nebel, Silvia Seemann und Julia Kellner vom Gasthof zur Post auch andere Gastronomen dazu auffordern, den Menschen zu helfen.

 

 

„Vielleicht können sich auch noch mehr fränkische Gastronomen-Kollegen von dieser Idee begeistern lassen und stellen auch einen, zwei oder gar mehr Gutscheine für betroffene Familien aus“, sagt Nebel. Aber auch Privatpensionen oder Ferienwohnungen seien angesprochen.

Gutscheine werden verlost

Wie die Gutscheine konkret verteilt werden sollen, sei noch nicht geklärt. „Verlosen wäre eine gute Idee“, sagt sie. Man müsse allerdings sicherstellen, dass damit dann kein Unfug getrieben wird und die richtigen Menschen erreicht werden, sagt sie. „Ich wollte helfen. Man redet so viel und handelt so wenig. Wir können nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Über die konkrete Umsetzung machen wir uns dann Gedanken.“