Gräfenberg
Mehr Geld für weniger Freibad
Wird für 2,1 Millionen Euro aufgepeppt: das Gräfenberger Freibad.
Wird für 2,1 Millionen Euro aufgepeppt: das Gräfenberger Freibad.
Foto: Ralf Kunzmann
Gräfenberg – Der Stadtrat votiert mit knapper Mehrheit für die 2,1 Millionen Euro teure Sanierung. Das neue Bad bekommt eine besondere Attraktion.

Das Freibad in Gräfenberg wird saniert. Dazu sind bereits sechs mögliche Varianten vorgestellt worden. Nun musste sich der Stadtrat für eine Variante entscheiden. Das Freibad wird auf jeden Fall kleiner werden.

50-Meter-Bahnen bleiben

Die bisherigen 1000 Quadratmeter wird es nicht mehr umfassen, doch 50-Meter-Bahnen – ein Alleinstellungsmerkmal des Gräfenberger Bades – werden bleiben. Zugleich wird bei allen Varianten das Kinderplanschbecken separat gebaut.

Die Betriebskosten sind ebenfalls 45.000 bis 50.000 Euro bei allen Vorschlägen gleich. Anders als bisher werden Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich abgetrennt werden.

Bürgermeister: „Es ist eine Institution“

„Gräfenberg braucht ein Freibad. Es ist eine Institution“, sagt Bürgermeister Ralf Kunzmann (FW) auf Anfrage. Darüber sind sich auch alle Stadträte einig. Zur Diskussion standen dann eigentlich nur die Variante 1 von 2018 und die Variante 6, die im März vor Ort aufgezeigt wurde.

Die von FW und CSU sowie Bürgermeister Ralf Kunzmann befürwortete Variante 1. Das ist die günstigere Lösung.

Das Bad würde dann 680 Quadratmeter Wasserfläche haben und bestehe aus zwei 50-Meter-Bahnen, einer 25-Meter-Bahn, einem Nichtschwimmerbereich und dem separaten Kinderbecken. Dieses misst bei allen Varianten ungefähr 40 Quadratmeter. Die Kosten für diese erste Variante sind mit 1,7 Millionen Euro beziffert.

Drei 50-Meter-Bahnen vorgesehen

Die Variante 6 ist etwas luxuriöser. 830 Quadratmeter Wasserfläche werden für dieses Bad genannt. Sie hat drei 50-Meter-Bahnen, alles andere ist wie bei Variante 1, nur dass bei dem Vorschlag 6 noch ein Funbereich, ein Spaßbereich für Kinder und Jugendliche, angedacht ist. Mit 2,1 Millionen Euro wird diese Sanierung beziffert.

Genau wegen dieses Funbereichs befürworteten Grüne, SPD und GBL diese neue Variante 6. Es sei auch das, was die Bürger wollten.

Nicht alle Mitglieder des Fördervereins gefragt?

Hier winkte Lars Laufer ab. Diese Aussage sei nicht gesichert, da nicht einmal alle Mitglieder des Fördervereins gefragt worden seien. Werner Wolf (FW) sah ebenfalls keine Notwendigkeit für einen Funbereich, gerade wegen der höheren Investitionskosten.

Daneben müsse auch das jährliche Defizit, das Kämmerer Steinlein mit 125.000 Euro bezifferte, ausgeglichen werden. Für Bürgermeister Kunzmann war wichtig, dass viele Personengruppen das Freibad nutzen können: Familien, Kinder, Schwimmer oder eben auch Nichtschwimmer. „Dennoch müssen auch die Aufwendungen bedacht werden“, betonte Kunzmann, der deshalb für die Variante 1 plädierte.

Knappe Mehrheit für Variante 1

„Es ist eine wirtschaftliche Variante, die alle Interessensgruppen berücksichtigt“, sagte Kunzmann. Zustimmung erhielt er von der CSU. Lars Laufer sah sich als Stadtrat in der Pflicht, für eine bezahlbare Variante zu stimmen. Diese sei die günstigere Variante 1. Allerdings zeigte die Abstimmung dann ein anderes, wenn auch knappes Ergebnis. Mit einer Stimme Mehrheit sprach sich der Stadtrat für die teurere Variante 6 aus.

 

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