laternenfest
Riesiger Ansturm beim Forchheimer Martinsumzug
Viele Kinder beteiligten sich am Laternenumzug.
Viele Kinder beteiligten sich am Laternenumzug.
Foto: Liliana Wopkes
Eine chinesische Neujahrslaterne ist dabei.
Eine chinesische Neujahrslaterne ist dabei.
Foto: Liliana Wopkes
F-Signet von Liliana Wopkes Fränkischer Tag
Forchheim – Der Andrang im Innenhof der Kaiserpfalz war gewaltig: Nach zwei Jahren Corona-Pause fand endlich wieder der Laternenumzug statt.

Zum alljährlichen Martinsumzug hatte am vergangenen Freitag die Kirche St. Martin geladen. Angegebener Treffpunkt: Innenhof der Kaiserpfalz. Der aber konnte den Andrang nicht bewältigen.

Deutlich vor der verabredeten Zeit schweben Lichtpünktchen in Richtung Kaiserpfalz. So mancher Knirps trägt über seine dicke Winterjacke einen Umhang, der notfalls geteilt werden könnte – darum also muss auch ein Schwert dabei sein, ist zu hören.

Der Martinsumzug startet zur Kirche.
Der Martinsumzug startet zur Kirche.
Foto: Liliana Wopkes

In den Innenhof gelangt man inzwischen nicht mehr ohne Weiteres. Vor der Kaiserpfalz und um die Marienkapelle herum stehen Familien- und Freundesgruppen. Vor dem Eingang zur Marienkapelle warten Lisa (11), Annika (8) und der siebenjährige Nils Nachtrab gespannt darauf, dass es losgeht. Die Mädchen haben ihre Laternen – ein Gespenst und einen Igel – zu Hause gebastelt. Nils hat seine strahlende Sonne in der Mittagsbetreuung zusammengeklebt.

Janosch Hümmer (2) ist mit seiner Familie auch dabei
Janosch Hümmer (2) ist mit seiner Familie auch dabei
Foto: Liliana Wopkes

Gerade die Jüngsten sind coronabedingt zum ersten Mal bei einem Martinsumzug dabei. Warten müssen sie jetzt aber nicht mehr. Die Blasmusiker der Kirche St. Martin stimmen im Innenhof der Kaiserpfalz „Ich geh mit meiner Laterne“ an und setzen sich an die Spitze des Umzugs durch die Kapellenstraße zur Kirche. Dort drängt durch die weit geöffneten Türen warmes Licht nach draußen. Und Stille, zum letzten Mal für etwa eine Stunde. Denn bald wuselt und wispert es aus allen Ecken der übervollen Kirche.

Es ist nicht leicht, einen Platz zu finden.
Es ist nicht leicht, einen Platz zu finden.
Foto: Liliana Wopkes

Ulrike Schmidt, Mitglied des Vorbereitungsdienstes für die Familiengottesdienste in St. Martin erzählt zum Martinsspiel: Der eigentliche Initiator des Ganzen sei Christopher Fleith gewesen, der ehemalige Moderator von Radio Bamberg, zurzeit „auf den Weltmeeren auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs“. Das Team hat seine Idee aufgegriffen, alles organisiert und einen Text für das Martinsspiel zusammengestellt: Er sollte „ganz kurz werden, ein bisschen modern und erklären: Wer ist überhaupt St. Martin?“.

Und wurde mit diesem Ansturm gerechnet? Ulrike Schmidt lacht laut auf: „Ehrlich gesagt net! Das ist der Wahnsinn!“

Teilen und helfen in schwierigen Zeiten

Pfarrer Emge greift noch einmal den Kerngedanken von St. Martin auf – das Teilen, das Helfen in schwierigen Zeiten. Und während so mancher Erwachsene zustimmend nickt, haben die Augen der Jüngsten die Brezen in den Körben entdeckt.

Nach zwei Jahren Pause gab es endlich wieder einen Laternenumzug.
Foto: Liliana Wopkes
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