Kirche
Stefan Lunz in Bamberg zum Priester geweiht
Stefan Lunz spendet den Primizsegen.
Stefan Lunz spendet den Primizsegen.
Foto: Heinrichsblatt/Andreas Kuschbert
Eggolsheim – Ein früherer Bankkaufmann aus Eggolsheim hat seine neue Berufung gefunden. Er wurde in Bamberg zum Priester geweiht. Erste Aufgaben stehen an.

Der 47-jährige frühere Bankkaufmann Stefan Lunz ist von Erzbischof Ludwig Schick zum Priester geweiht worden. In seiner Predigt im Bamberger Dom betonte Schick am Samstag die Bedeutung der Seelsorge und sagte: „In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche.“

Die Seelsorge sei kirchlicher Auftrag. „Und diesen Auftrag zu erfüllen, ist gegenwärtig besonders notwendig“, fügte der Erzbischof hinzu. Es sei die Aufgabe der Seelsorge, die Seele mit dem Göttlichen und dem Vernünftigen zu erfüllen, das uns Jesus Christus, der Hirte unserer Seelen, geoffenbart hat. Schick betonte auch die Bedeutung der Versprechen von Ehelosigkeit und Keuschheit, Armut und Bescheidenheit, Gehorsam und Hörbereitschaft. Sie ermöglichten selbstlose Seelsorge. „Der Seelsorger muss sich selbstlos auf den Nächsten und seine Seele konzentrieren, dazu befähigt die ehelose Keuschheit.“ Die Armut und Bescheidenheit machen laut Erzbischof den Seelsorger zugänglich für jede und jeden. Der Gehorsam schenke ein waches Herz und ein offenes Ohr, die für die Seelsorge unerlässlich seien.

25 Jahre in der Bank gearbeitet

Stefan Lunz stammt aus Eggolsheim und war in der Pfarrgemeinde St. Franziskus in Neuses an der Regnitz Ministrant und später 14 Jahre lang Pfarrgemeinderat. Er arbeitete nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Forchheim 25 Jahre lang in diesem Beruf. 2014 trat er ins Bamberger Priesterseminar ein und studierte Theologie im überdiözesanen Priesterseminar Lantershofen (Landkreis Ahrweiler) in Rheinland-Pfalz. Im September 2020 wurde er zum Diakon geweiht.

Erzbischof Ludwig Schick (l.) weihte im Dom zu Bamberg Stefan Lunz zum Priester.
Erzbischof Ludwig Schick (l.) weihte im Dom zu Bamberg Stefan Lunz zum Priester.
Foto: Heinrichsblatt/Andreas Kuschbert

Während seines Pastoralkurses war Stefan Lunz im Seelsorgebereich Erlangen Nord-West mit Dienstsitz in St. Xystus in Erlangen-Büchenbach eingesetzt. Zum 1. September wird er seine erste Stelle als Kaplan antreten. Als Primizspruch hatte Lunz das Jesus-Wort „Ich bin nicht gekommen, mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ gewählt.

Primiz

Seine Primiz feiert Lunz am Sonntag, 3. Juli, um 10.30 Uhr in St. Xystus Erlangen-Büchenbach.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: