Kirchweih
Oberehrenbacher feiern groß
Vereinsvorsitzender Christian Kern, Vergnügungsvorstand Martin Schmitt und Gerhard Arzt (v. l.) probieren das neue Stehpult für die Oberehrenbacher Kerwa gleich aus.
Vereinsvorsitzender Christian Kern, Vergnügungsvorstand Martin Schmitt und Gerhard Arzt (v. l.) probieren das neue Stehpult für die Oberehrenbacher Kerwa gleich aus.
Foto: Carmen Schwind
Vor der Kirche soll das Festzelt aufgebaut werden.
Vor der Kirche soll das Festzelt aufgebaut werden.
Foto: Carmen Schwind
Hier muss ein Durchlass hin.
Hier muss ein Durchlass hin.
Foto: Carmen Schwind
Für die Tische in der Bar wurden extra Verlängerungen für die Füße angefertigt.
Für die Tische in der Bar wurden extra Verlängerungen für die Füße angefertigt.
Foto: Carmen Schwind
Die Tafeln für den Umzug sind gekommen.
Die Tafeln für den Umzug sind gekommen.
Foto: Carmen Schwind
Oberehrenbach – Der Club 72 wird 50 – ein guter Grund, um die diesjährige Oberehrenbacher Kerwa standesgemäß zu feiern.

„Schaut mal, unsere Band hatte gerade im Fernsehen einen Auftritt“, schreibt Gerhard Arzt an die Mitglieder des Festausschusses zur Jubiläums-Kerwa des Oberehrenbacher Vereins „Club 72 – Fränkische Geselligkeit“.

Gemeint ist die Schweizer Band „Fäaschtbänkler“, die am Kerwa-Freitag einen Auftritt im Festzelt in Oberehrenbach hat.

Kerwa soll groß gefeiert werden

„Wir wollten ein besonderes Event zu unserer besonderen Kerwa haben“, erklärt der Vereinsvorsitzende Christian Kern, und Vergnügungsvorstand Martin Schmitt ergänzt: „Die machen richtig gute Musik. Ihr Name ist hier noch nicht so bekannt, dafür aber das, was sie so spielen.“

Der Club 72 wurde in diesem Jahr schließlich 50 Jahre alt. Deshalb soll die Kerwa vom 9. bis 12. September auch richtig groß gefeiert werden.

Anfang der Siebziger gab es nur Freiwillige Feuerwehr

Die Vorbereitungen hierzu laufen schon seit dem vergangenen Jahr. „Ja, wir haben uns oft getroffen und die Köpfe zusammengesteckt“, bestätigt Kern.

Es gab am 3. Juni bereits die erste Feier mit den Club-Mitgliedern und ihren Familien. „Den Gründungstag wollten wir für uns feiern. Und wir haben uns mit alten Bildern an Vergangenes erinnert“, fügt Schmitt hinzu.

Tradition: Wer zu spät kommt, muss zahlen

Ein Teil dieser Vergangenheit sind Gerhard Arzt und Anton Kaul, denn sie sind Gründungsmitglieder des Vereins. Anfang der Siebziger gab es in Oberehrenbach nur die Freiwillige Feuerwehr. „Wer damals zu spät kam, musste 50 Pfennig, wer unentschuldigt fehlte, eine Mark zahlen“, erzählt Gerhard Arzt.

Im Jahr 1972 hatten neun junge Männer dann die Idee, einen Verein zu gründen, um alte Traditionen und Brauchtum am Leben zu halten.

„Bei uns helfen alle zusammen“

So wurde das in der Feuerwehr eingenommene Geld als Grundstock für den neuen Verein genommen. „Unser Lehrer Heinz Clemens schlug vor, dass wir den Verein ,Club 72‘ nennen, da ,Club‘ ein damals neumodisches Wort und 72 das Gründungsjahr war“, erklärt Arzt.

Doch viele andere verstanden den Namen nicht und die Mitglieder erweiterten ihn um „Fränkische Geselligkeit“.

„Bei uns helfen alle zusammen“, erzählt Christian Kern. Das beginnt mit dem Aufstellen des Zeltes vor der Kirche oder dem Backen der Küchla in der Küche der Familie Kaul. Neue Shirts sind bestellt und die Vereine der Region zum Umzug am Sonntag eingeladen.

Donnerstag wird intern gefeiert

„Unser Schirmherr ist Landrat Hermann Ulm“, berichtet Martin Schmitt. Und Christian Kern verrät: „Am Samstag wollen wir keinen Eintritt verlangen, sondern jeder kann geben, was er für richtig hält. Wir wollen auch da mal was Besonderes ausprobieren.“

Die Hälfte dieser Einnahmen soll dann an eine gemeinnützige Institution gespendet werden.

Der Donnerstag wird wieder intern gefeiert, denn da wird erst der Jacky ausgegraben.

Das ist eine Flasche Whisky, die bei der letzten Kerwa im Feld neben der Kirche vergraben wurde. Diese wird dann getrunken und die fleißigen Helfer beginnen das Fest mit einer Feier.

Hoffen auf gutes Wetter

Am Freitag beginnt die Kerwa für alle. Wilhelm Sponsel darf mittlerweile mitfeiern und auch selbst am Grill stehen. „Das hat früher immer so gut nach Bratwurst gerochen, deshalb habe ich mich mit 12 Jahren rausgeschlichen und bin zum Grillfest vom Club 72 gerannt“, erinnert er sich.

Er habe es gar nicht abwarten können, mit 15 endlich Mitglied zu werden. „Und gegrillte Bratwurst mag ich noch immer“, sagt er und lacht. Nun hoffen alle auf gutes Wetter und nette Gäste, damit sich die vielen Stunden der Vorbereitung auch lohnen.

Zusätzliche Informationen zum Festprogramm:

Freitag Chili Roses, danach Fäaschtbänkler (keine Abendkasse; Karten auf der Homepage begrenzt verfügbar)

Samstag Kerwabaam aufstellen, danach Festzeltparty mit „Die Stadelhofner“

Sonntag Mittagstisch und Kaffee und Kuchen, Festumzug, anschließend Musik mit den Leutenbacher Musikanten

Montag Betznaustanzen und Festausklang mit der Blaskapelle aus Niedermirsberg

 

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