Veranstaltung
Pfalzmuseum: Kunsthandwerkermarkt fällt aus
Glaskunst vor der Pfalz: Derartiges gab es in den vergangenen Jahren auf dem Kunsthandwerkermarkt zu bestaunen.
Glaskunst vor der Pfalz: Derartiges gab es in den vergangenen Jahren auf dem Kunsthandwerkermarkt zu bestaunen.
Foto: Veranstalter
Forchheim – Erst verschoben, nun komplett abgesagt. Die bayerischen Corona-Regeln machen den Kunsthandwerkern einen Strich durch die Rechnung.

Mit großem Bedauern teilen die Verantwortlichen das Pfalzmuseum Forchheim mit, dass der auf 18. und 19. September verschobene Kunsthandwerkermarkt „ausgefallen – ausgezeichnet“ endgültig abgesagt werden muss. Wegen der aktuell geltenden Corona-Auflagen des Freistaates Bayern sei die zugelassene Höchstzahl an Gästen einfach zu gering, um für die Aussteller rentabel zu sein, stellten die Initiatoren bei der abschließenden Kalkulation der Veranstaltung fest.

„Der Kunsthandwerkermarkt als überregionaler Markt lebt von Besuchern aus den umliegenden Landkreisen und Städten“, erläuterte die Leiterin des Pfalzmuseums Forchheim, Susanne Fischer, schon in der Ausschusssitzung. „Sie können mir glauben, dass wir uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht haben“, teilte Fischer nun im Absageschreiben an die teilnehmenden Kunsthandwerker mit.

Das wichtigste Argument

Weiter steht in dem Schreiben: „Das wichtigste und für uns ausschlaggebendste Argument möchte ich Ihnen kurz skizzieren. Es sind zwar Märkte grundsätzlich wieder erlaubt, aber wir hätten eine Personenbeschränkung von einer Person auf zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter, folglich wäre eine Person pro 20 Quadratmeter erlaubt. Nimmt man für jeden Besucher eine Verweildauer von zwei Stunden an, dürften wir pro Stunde 315 Personen auf das gesamte Gelände lassen, das wären in zwei Tagen 2500 Besucher. Und damit definitiv zu wenig Menschen, die Ihnen einen einigermaßen akzeptablen Umsatz gewähren würden. Sonst hatten wir 6000 bis 10 000 Besucher.

Es kann natürlich sein, dass sich in den nächsten Wochen die Vorgaben ändern werden, aber für die Organisation des Marktes braucht es eine gewisse Vorlaufzeit und eine Entscheidung erst im August zu treffen wäre definitiv zu spät gewesen. Die corona-bedingte Reduktion des Publikums ermöglicht für die Standbetreiber keinen lohnenden Umsatz mehr.“

Nun hoffen die Veranstalter auf die Neuauflage des Kunsthandwerkermarktes im nächsten Jahr. Dafür würde es ein neues Ausschreibungsverfahren für die Teilnehmer geben.

Unterstützung für die Handwerker

Wer so lange nicht warten und zudem die in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Kunsthandwerker unterstützen möchte, kann unter dem Link http://Kunsthandwerkermarkt.forchheim.de online shoppen: Auf der Internetseite sind die Kontakte der für die Jahre 2020 und 2021 vorgesehenen Kunsthandwerker aufgelistet. red