Jüdische Lebensläufe
Vom Schächter zum Metzger
Bild der heutigen Schlossstraße: Noch heute ist der Weilersbacher Bevölkerung der „Güdenhof“ (Judenhof), der heutige Schlossplatz, ein Begriff.
Bild der heutigen Schlossstraße: Noch heute ist der Weilersbacher Bevölkerung der „Güdenhof“ (Judenhof), der heutige Schlossplatz, ein Begriff.
Foto: Heidi Amon/Archiv
Weilersbach – Moses Lazar Münster musste viele Hürden überwinden, um als Metzger in Weilersbach arbeiten zu dürfen. Später trat sein Sohn in seine Fußstapfen.

Moses Lazar wurde im Jahre 1781 in Weilersbach geboren. Er nahm später den Familiennamen Münster an. Gemeinsam mit seinem Cousin Joseph Löw Anker war er im Besitz eines zweistöckigen Wohnhauses (Hausnummer 59, heute Schlossplatz 2). Anfang August 1811 brachte Moses Lazar beim Landgericht Ebermannstadt die Bitte vor, dass man ihn als „Metzgerlehrjung“ zulassen möge. Er sei zwar „verheiratet und mit 3 Kindern versehen, indessen glaube er nicht, dass dies ein Hindernis darstellen“ werde. Die Behörde verlangte aber von Moses Lazar die Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse. Vermögen ...

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