Handball
Erlangen will den Mittelblock durchbrechen
Benjamin Meschke (rechts) setzte sich bereits in der Partie gegen Wetzlars Anton Lindskog durch. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf und dessen kantigen Mittelblock müssen die Erlanger ebenfalls  körperlich hart spielen.
Benjamin Meschke (rechts) setzte sich bereits in der Partie gegen Wetzlars Anton Lindskog durch. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf und dessen kantigen Mittelblock müssen die Erlanger ebenfalls körperlich hart spielen.
Foto: Sportfoto Zink
Erlangen – Beim kommenden Heimspiel muss der HCE gegen ein Abwehrbollwerk im Zentrum anstürmen: Die Gäste bringen kantige Männer für den Kreis mit.

Eine Woche ist es her, dass sich der HC Erlangen in der Handballbundesliga auf fremdem Boden durchsetzte: In einer Handballschlacht entschieden sie das Spiel in Lübbecke mit 21:20 für sich, indem sie einen beeindruckenden Schlussspurt hinlegten. Heute geht es für die Hugenottenstädter zu Hause (19.05 Uhr) gegen die TSV Hannover-Burgdorf.

HC Erlangen (8.) – TSV Hannover-Burgdorf (17.)

Die Gäste entschieden bislang erst eine ihrer sechs Partien für sich und stehen mit 2:10 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Gewarnt ist der HCE dennoch, denn zuletzt zeigte sich das Team von Ex-Nationaltrainer Christian Prokop in starker Form: Dessen Mannschaft verlor nur knapp mit 22:25 gegen den aktuell ungeschlagenen Tabellenführer Füchse Berlin. Zudem waren die vergangenen Partien gegen die Hannoveraner aus Erlanger Sicht nicht allzu erfolgreich – in den vergangenen vier Aufeinandertreffen kam der HCE nicht über ein Unentschieden hinaus.

Eine unkonventionelle Abwehr

Erlangens Trainer Michael Haaß weiß um die Stärken des Gegners: „Hannover ist eine sehr gut eingespielte Mannschaft, die viel besser spielt, als es die Tabellensituation widerspiegelt. Die Recken sind eine richtige Hausnummer, sie haben viele gute Einzelkönner und spielen eine sehr bewegliche, für Deutschland eher unkonventionelle Abwehr.“ Mit der hatte auch der Tabellenführer am vergangenen Spieltag bereits Probleme. Mit ihrer offensiv angelegten Defensive hielten die TSV-Spieler die Hauptstädter sogar sieben Minuten torlos – auch weil Keeper Urban Lesjak gute Paraden zeigte.

Vorsicht vor dem rechten Rückraumspieler

Offensiv steht bei den Recken vor allem Ivan Martinovic im Fokus. Der rechte Rückraumspieler bringt es in der laufenden Saison bisher auf 32 Treffer. Aber auch Rechtsaußen Johan Hansen (20 Tore) und Nationalspieler Fabian Böhm (15) sind starke Werfer, auf die sich die HC-Abwehr einstellen muss. Im Angriff gilt es für die Erlanger, den starken Mittelblock zu durchbrechen. Mit den erfahrenen Ilija Brozovic und Evgeni Pevnov – ein ehemaliger deutscher Nationalspieler russischer Herkunft – stehen zwei echte Kanten am Kreis der Hannoveraner.

An vergangene Spiele anknüpfen

Die eigenen Leistungen aus den zurückliegenden Partien stimmen HCE-Coach jedoch optimistisch: „Wir müssen am Donnerstag da weiter machen, wo wir in Lübbecke aufgehört haben, und das bedeutet erst mal, dass wir unseren Einsatz und unsere Leidenschaft wieder an den Tag legen – was wir gegen Nettelstedt wirklich sehr gut gemacht haben. Wir wollen diese Punkte gegen Lübbecke bestätigen und den nächsten Heimsieg einfahren, wissen aber auch, dass das sehr schwer werden wird.“

Personell werden die Franken erneut ohne die beiden Rückraumspieler Benedikt Kellner (Schulterverletzung) und Steffen Fäth (Wadenverletzung) antreten. Hinter dem Einsatz von Abwehrchef Petter Overby steht noch ein Fragezeichen. Schiedsrichter werden Julian Fedtke und Niels Wienrich sein.red