Kunstrad
Lukas Kohl holt fünften WM-Titel nach Franken
Lukas Kohl durfte sich zum fünften Mal die goldene WM-Medaille umhängen.
Lukas Kohl durfte sich zum fünften Mal die goldene WM-Medaille umhängen.
Foto: Wilfried Schwarz
Kirchehrenbach – Der 25-Jährige aus Ebermannstadt wurde seiner Favoritenrolle erneut gerecht und ist zum fünften Mal in Folge Weltmeister. Der Vorsprung war enorm.

210,07 Punkte fuhr Lukas Kohl im Finale der besten Vier aus. Ein starkes Ergebnis – wenn auch gut vier Zähler von seinem eigenen Weltrekord entfernt. Beim Blick auf seine Verfolger wird aber klar, welche Leistung der 25-Jährige bei der Weltmeisterschaft der Kunstradfahrer in Stuttgart abrief.

Max Maute, der Sohn des Bundestrainers, brachte lediglich 184,17 Punkte ins Ziel. Dritter wurde Lokalmatador Emilio Arellano, der für Spanien antrat (182,37). Kohl, der für den RMSV Concordia Kirchehrenbach startet, ist seit 2016 in sämtlichen Wettbewerben im Einer der Männer ungeschlagen. Fünf deutsche Meister-Titel, fünf WM-Siege und viele weitere Goldmedaillen diverser Veranstaltungen füllen seine Vitrine in Wohlmutshüll.

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Während am Freitagabend Kohls Vorgänger als Dominator in dieser Disziplin, David Schnabel, einen 20-sekündigen Auftritt im ZDF-Magazin Royal bei Jan Böhmermann hatte, bereitete sich Lukas Kohl auf seine Heim-WM in der Porsche-Arena vor. In der Vorrunde mit 13 Konkurrenten ließ es der 25-Jährige noch ruhig angehen.

Verhältnismäßig geringe 206,73 Punkte war seine fünfminütige, mit spektakulären Tricks gespickte Kür den Juroren wert. Der Abstand zu Maute betrug „lediglich“ etwas mehr als acht Zähler. Doch Kohl bewies wieder einmal seine Nervenstärke und krönte seine Saison mit dem Sieg im letzten Wettbewerb des Jahres.

Die zweite Goldmedaille für Franken holten die Mlady-Brüder Gerhard und Bernd aus Stein bei Nürnberg. Das Radball-Duo unterlag bei der Hallenrad-WM in Stuttgart zwar der Schweiz mit 0:1, gewann aber alle weiteren Partien gegen Belgien (2:0), Tschechien (7:4), Frankreich (5:1) und Österreich (7:4), was zum Sieg vor der Schweiz und Österreich und damit zum zweiten WM-Titel nach 2018 reichte.