Kommunikation
Der Dorfplatz wird digital
Mit der Crossiety-App kann eine lokal begrenzte Kommunikationsplattform geschaffen werden.
Mit der Crossiety-App kann eine lokal begrenzte Kommunikationsplattform geschaffen werden.
Foto: Stephan Großmann
Kirchehrenbach – Die Gemeinde Kirchehrenbach will ihren Bürgern eine App anbieten, auf der sie sich vernetzen können und keine Angst um ihre Daten haben müssen.

Die Nachbargemeinde Weilersbach hat sie für ihre Bürger, Vereine, Organisationen und Firmen schon, die so genannte Crossiety-App des gleichnamigen Schweizer Unternehmens mit Sitz in Zürich. Auch die Gemeinde Kirchehrenbach will nun den digitalen Dorfplatz einführen, an dem sich alle Bürger der Gemeinde aktiv beteiligen können.

Verwaltungsmitarbeiter Thomas Rieck stellte die App während der jüngsten Gemeinderatssitzung vor und die Räte stimmten wohlwollend der Einführung dieser Kommunikationsplattform zu, die pro Einwohner und Jahr einen Euro Kosten für die Gemeinde verursacht. Also rund 2300 Euro insgesamt für Kirchehrenbach. Im Prinzip funktioniert die App, für die sich nur Bürger der Gemeinde mit Realdaten registrieren können, wie eine Whatsapp-Gruppe oder Facebook, nur dass die Anforderungen des Datenschutzes komplett erfüllt werden, so Rieck.

Austausch und Tauschbörse

So könne die Gemeinde Informationen direkt an den Bürger bringen, ebenso Vereine und Geschäftsleute, Kindergarten und Schule. Die Möglichkeiten sind vielfältig bis hin zu einer Tauschbörse mit „suche“ und „biete“. Über alle Altersgruppen hinweg soll die Kommunikationsplattform Crossiety Bürger, Vereinsmitglieder, Einzelhandel und Unternehmen, Gruppen in Schulen und Kindergärten, Nachbarschaften oder Freizeitgruppen vernetzen, damit mehr Nähe, Verbundenheit und Engagement entstehen.

Dabei kann Crossiety als App auf mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet, aber auch webbasiert am PC genutzt werden. Im Vergleich zu anderen Netzwerken liegt der Fokus bei Crossiety vor allem auf dem lokalen und sozialen Charakter. Die Plattform fördert die Vernetzung innerhalb einer bestimmten Gemeinschaft, gerade auch in schwierigen Zeiten einer Pandemie, in der der persönliche Austausch schwer möglich ist. „Vernetzung ist der Schlüssel zum Erfolg, auch im privaten Zusammenleben. Und genau diesen Ansatz verfolgt die Collaborative Society: einfache Vernetzung, inspirierender Austausch und sinnvolles Engagement für eine bessere Gemeinschaft“, heißt es dazu auf der Internetseite der schweizer Firma. „Mitmachen kann jeder“, betonte Thomas Rieck.

Neue Wasserleitung für die Wehrfuhre

Ein weiterer öffentlicher Tagesordnungspunkt war die Beratung und Beschlussfassung zur Erneuerung der maroden Trinkwasserleitung in der Wehrfuhre. Hier kam es seit 2010 zu insgesamt fünf Wasserrohrbrüchen. Außerdem sind die Anwohner mit überlangen Hausanschlüssen an die Trinkwasserleitung angebunden. Dies soll nun bereinigt werden, indem in der Wehrfuhre eine neue DN100-Hauptleitung verlegt wird, an deren Ende dann ein Unterflurhydrant sitzt.