Kosten für Bürger
Igensdorfer zahlen für Wasser-Investitionen
Für die Trinkwasserversorgung müssen pro Quadratmeter Grundstück 0,68 Euro brutto und pro Quadratmeter Geschossfläche 3,10 Euro brutto von den Igensdorfern einmalig bezahlt werden.
Für die Trinkwasserversorgung müssen pro Quadratmeter Grundstück 0,68 Euro brutto und pro Quadratmeter Geschossfläche 3,10 Euro brutto von den Igensdorfern einmalig bezahlt werden.
Foto: picture alliance / dpa
Igensdorf – Im Marktgemeinderat wurden die von den Bürgern zu zahlenden Einmalbeträge vorgestellt. Im Schnitt werden 1400 Euro fällig.

Im Schnitt 1400 Euro Beiträge müssen die Bürger der Marktgemeinde nun als Einmalzahlung für die Trinkwasser- und Abwasserversorgung aufbringen. Die Satzungen für die Trinkwasser- und Abwasserversorgung im Gemeindegebiet wurde neu aufgestellt.

In den nächsten Tagen erhalten die Bürger Post von der Gemeinde. Inhalt ist der Betrag, der nun einmalig an Ergänzungsbeiträgen gezahlt werden muss.

Viel Geld für Wasser investiert

Im Gemeindegebiet wurde in den vergangenen Jahren viel für das Wasser investiert. Das waren beispielsweise die neue Wasserleitung in Oberrüsselbach, die Ertüchtigung des Hochbehälters in Letten, der Tiefbrunnen 1 oder die neue Wasserleitung, die in der B2 eingebaut wurde. Das alles dient der Verbesserung der Wasser- und Abwasserversorgung.

Alle Grundstücksflächen neu berechnet

Nur: „Die Investitionen wurden nicht verbescheidet“, sagte Bürgermeister Edmund Ulm (CSU) auf Anfrage. Um die aktuellen Zahlen über die Geschossflächen und Grundstücksflächen zu haben – diese liegen der Berechnung zugrunde – wurde das Kommunalunternehmen Schulte und Röder beauftragt.

Von Grundstück zu Grundstück wurden die Flächen im gesamten Gemeindegebiet neu vermessen und berechnet. In Zahlen waren das insgesamt 673 000 Quadratmeter Geschossfläche und über zwei Millionen Quadratmeter Grundstücksflächen.

Präsentation zeigt die Beiträge

Was das letztendlich an Einmalzahlungen für den Bürger bedeutet, zeigte Michael Schulte vom Kommunalunternehmen Schulte und Röder dazu in der Sitzung anhand seiner Präsentation.

Als Ergänzungsbeiträge entstehen daraufhin für den Bürger folgende Beträge: Für die Trinkwasserversorgung müssen pro Quadratmeter Grundstück 0,68 Euro brutto und 3,10 Euro brutto pro Quadratmeter Geschossfläche bezahlt werden.

Zwischen 1000 Euro und 2000 Euro

Auch was das Abwasser betrifft, waren bereits Investitionen vorgenommen worden, wie beispielsweise der Bau des Regenrückhaltebeckens in Oberlindelbach.

Auf den Bürger werden hier 0,11 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 0,69 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche umgelegt. Hier gilt netto ist brutto. Das sind im Durchschnitt betrachtet zwischen 1000 Euro und 2000 Euro Beiträge pro Haushalt.

Für ein 700 Quadratmeter großes Grundstück mit 300 Quadratmeter Geschossfläche würden 1400 Euro fällig, fasste Bürgermeister Ulm zusammen.

„Wenn wir weiter investieren, wird das wieder kommen“

Das ist nun eine einmalige Zahlung. „Wenn wir weiter investieren, wird das wieder kommen. Bei der Entwässerung nicht gleich, aber bei der Trinkwasserversorgung werden wir nachhaken müssen“, sagt Ulm.

Brunnen in Oberlindelbach wird neu gebohrt

Denn die aktuell abgeschlossenen Arbeiten an der B2 sind nur mit einem Grundbetrag eingerechnet und der Brunnen 1 in Oberlindelbach wird neu gebohrt, und auch das Wasserhaus wird entweder saniert oder neu gebaut. „Das wird wieder umgelegt werden müssen“, sagt Ulm.

Die Verbescheidung soll noch im Herbst vollzogen werden, damit die Bürger im Winter nicht in die Bredouille kommen, sagt Ulm.

Wasserpreis ändert sich nicht

Am Wasserpreis ändert sich nichts. Da ist die Gemeinde in der Unterdeckung, durch die Erhöhung von 0,98 Euro auf 1,80 Euro. Diese Erhöhung war vom Gemeinderat vor einigen Monaten getroffen worden, um wieder Kontinuität einzubringen.

Der Wasserpreis hätte sogar um zwei Cent gesenkt werden können. Es wurde jedoch entschieden, es so zu belassen, um einige Jahre Bestand zu haben.

 

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