Meinung
Wer wird die vielen Wohnmobile lenken?
Ekkehard Roepert
Ekkehard Roepert
Foto: Barbara Herbst
Forchheim – Immer mehr Wohnmobil-Urlauber fahren durch Forchheim und die Fränkische Schweiz. Zu viele? Es braucht ein Konzept, sagt FT-Redakteur Ekkehard Roepert.

Womos werden sie so freundlich genannt. Aber was als singuläres Phänomen sympathisch wirken mag – in der Masse werden die Wohnmobile zur Plage. Bepackt mit Küchen, Bädern und Satellitenschüsseln, können diese ausladenden Teile gar nicht anders, als ein Dorn im Auge der Nicht-Wohnmobilisten zu werden. Vor allem wenn der Nachbar so ein Teil als Dauerparker vor die Tür stellt und das Wohnzimmer im Dunkeln liegt.

Stellplatz Sportinsel Forchheim: „Erster Schritt“

Heinz Endres, selbst Wohnmobilist und Ideengeber für den viel gelobten Stellplatz an der Forchheimer Sportinsel, sagt: „Wer sich ein Wohnmobil zulegt, sollte einen Stellplatz dafür haben.“

Das wäre schon mal der erste Schritt.

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Denn seit Corona haben so viele Menschen die Wohnmobil-Idee aufgegriffen, dass etwa auch in der Fränkischen Schweiz die Klagen über zugeparkte Wanderparkplätze und Waldränder nicht zu überhören sind. Immer mehr Mobil-Nutzer tauchen auf. Schreiende Kinder im Wohnmobil-Rentner-Paradies wären bis vor kurzem undenkbar gewesen. Das hat auch Heinz Endres bemerkt, der gerade mit seinem Gefährt aus Italien zurück ist. Das „gemütliche Leben“ der Wohnmobilisten sei vorbei.

Wohnmobile: Wartezeiten bei Verleihern

Und es dürfte noch ungemütlicher werden. Der Wohnmobil-Markt ist ausverkauft; bei vielen Verleihern reichen die Wartezeiten bis zum Frühjahr 2022. Einige Kommunen haben schon Leitsysteme für Wohnmobile entwickelt. Da immer mehr ein Womo lenken wollen, ist es höchste Zeit, die Womo-Begeisterung zu lenken.