Erschreckende Zahlen
Verkehr wird überwacht: 423 Raser in einem Monat
Seit 1. Oktober 2022 gibt es in Forchheim eine konstante kommunale Verkehrsüberwachung. Nun liegen die ersten Zahlen vor.
Seit 1. Oktober 2022 gibt es in Forchheim eine konstante kommunale Verkehrsüberwachung. Nun liegen die ersten Zahlen vor.
Barbara Herbst, Archiv (Symbolbild)
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Forchheim – Raser in der Forchheimer Innenstadt sind schon lange ein Problem. Seit 1. Oktober gibt es deshalb eine konstante Verkehrsüberwachung. Und die fällt verheerend aus.

Schon lange beschweren sich Forchheimer über Raser in der Stadt. Eine konstante Überwachung des fließenden Verkehrs findet in der Stadt deshalb seit 1. Oktober 2022 durch den Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern statt, teilt die Stadt Forchheim in einer Pressemeldung mit.

Straßenverkehrsamt zieht für einen Monat Bilanz

Das städtische Straßenverkehrsamt zieht nun für einen Monat Bilanz und verzeichnet überraschende Ergebnisse: 423 Überschreitungen der vorgeschriebenen Geschwindigkeit innerorts im Stadtgebiet wurden von den Messstellen des Verbandes registriert und entsprechende Maßnahmen je nach Höhe der Geschwindigkeitsübertretung eingeleitet.

Das Verfahren von der Messung bis zum eventuellen Klageverfahren übernimmt der Zweckverband.

Zahlen sprechen für sich

Die erhobenen Zahlen sprechen für sich: Je nach Verkehrsdichte an den Messpunkten ergibt sich für den Monat Oktober eine durchschnittliche Überschreitungsquote von 6,3 Prozent, wobei sich an verschiedenen Brennpunkten auch eine Quote von 11,8 bis sogar 18,2 Prozent ergeben hat. Das heißt, an einigen Messstellen ergaben sich pro Messung über 50 Beanstandungen. Ein Ergebnis, das so nicht erwartet wurde.

Im Februar 2022 beschlossen

Der Stadtrat hat im Februar 2022 mit zwei Gegenstimmen diese Form der Überwachung des fließenden Verkehrs beschlossen.

Nur Geldmacherei?

Die Motivation, den kommunalen Zweckverband, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, zu beauftragen, habe laut Stadt wenig mit finanziellen Einnahmen oder Kostendeckung im städtischen Haushalt zu tun.

Schon in der Stadtratsdiskussion im Februar sei klar geworden, dass den Stadträten in erster Linie die Sicherheit der Forchheimer Bürger wichtig ist: Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer müsse erhöht werden, hieß es fraktionsübergreifend.

Klagen in der Bevölkerung

Angesichts der vielen Klagen in der Bevölkerung über Raser innerorts und die Sorge über gefährliche Stellen und allgemein bekannte Unfallschwerpunkte in der Stadt sei die Überwachung des fließenden Verkehrs überfällig. Die örtliche Polizei begrüßte den Beschluss.

In der Folge wurde Kontakt mit verschiedenen Zweckverbänden zur Überwachung des fließenden Verkehrs aufgenommen. Übereinstimmend kamen Polizei und Stadtverwaltung zum Ergebnis, dass der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern beauftragt wird.

Messstellen einzeln geprüft

Die verschiedenen Messstellen in der Stadt Forchheim und ihren Ortsteilen hat das Polizeipräsidium Oberfranken einzeln auf Eignung geprüft und abgesegnet, denn nicht jede Örtlichkeit eignet sich für eine elektronische Verkehrsüberwachung.

Auch Neben- und Seitenstraßen werden im Messplan erfasst. Zu unterschiedlichen Zeitfenstern finden nun die Messungen teils bis in die Abendstunden statt. Grundlage der wechselnden Aufstellung von Überwachungsstationen sind Erfahrungswerte zu gefährlichen Stellen je nach Uhrzeit und zu Unfallschwerpunkten, aber auch Hinweise aus der Bevölkerung.

 

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