Meinung
Es ist kompliziert…
Kommentarbild Opel
Foto: Barbara Herbst
Forchheim – Anwohner und Motorradfahrer sind sich oft nicht grün. Dabei würde gegenseitiges Verständnis vieles leichter machen.

Das Verhältnis zwischen Motorradfahrern und Nicht-Motorradfahrern ist nicht immer das beste. Während die einen die Freiheit lieben und feiern, sind die andern oft genervt von Lautstärke und (vermeintlicher) Geschwindigkeit.

Wie sagt man so schön: „Es ist kompliziert“. Dabei könnte es viel einfacher sein. Nämlich dann, wenn gegenseitig mehr Verständnis gezeigt würde.

 

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Stellen wir uns mal das Idealbild vor: Alle Motorräder fahren innerorts langsam und zurückhaltend und geben erst dann Gas, wenn das Ortsschild passiert ist. Auf der anderen Seite müssten sich die Anwohner dann zwar mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen arrangieren und nicht über die Motorräder motzen. Ein salomonischer Gedanke, der viele Nerven schonen würde. Doch so einfach ist es leider nicht immer.

Denn während viele Motorradfahrer sich an die Regeln halten, gibt es eben auch solche, die auffallen. Und wie so oft bleiben die negativen Erscheinungen im Gedächtnis. Eben wie auch die besonders lauten Autos. Oder die besonders motzenden Anwohner.

Allen wird es nie recht gemacht werden können. Doch da wir in Deutschland leben, wird es bald ohnehin vorbei sein mit dem Motorrad-Wetter. Zumindest für dieses Jahr.

Das Problem kommt dann allerdings im Frühjahr wieder. Und vielleicht können sich alle Beteiligten bis dahin besinnen und vom Gas gehen. Auch im übertragenen Sinne.