70 Jahre Flugplatz
Wie die Fliegerschule Feuerstein entstanden ist
Der Flugplatz Feuerstein aus der Luft
Der Flugplatz Feuerstein aus der Luft
Foto: Windpower, Archiv
Ebermannstadt – Am Wochenende feiert die Fränkische Fliegerschule Feuerstein das Jubiläum 70 Jahre Flugplatz Burg Feuerstein. Die Anfänge reichen bis 1949 zurück.

Die Fränkische Fliegerschule Feuerstein feiert von Freitag, 17., bis Sonntag, 19. Juni, das 70-jährige Bestehen des Fluggeländes. Dazu locken auf dem Flugplatzgelände Infostände, Musik im Biergarten, Aussteller, Vorführungen, Rundflüge, Fliegen im Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und vieles mehr.

Fest- und Dankgottesdienst am Sonntag

Am Sonntag ist um 9.30 Uhr Fest- und Dankgottesdienst, gestaltet von der Jugendburg Feuerstein. Dazu werden Vertreter aus der Politik, weitere Ehrengäste sowie viele „Feuersteiner“ erwartet.

Auf dem Flugplatz stehen zehn schuleigene Flugzeuge zum Chartern und für die Schulung für Segelflug, Motorsegler, Motorflug und Ultraleicht zur Verfügung. Knapp 30.000 Flugbewegungen werden dabei registriert.

Ziel 1949: Wiederzulassung der Sportfliegerei

Bereits 1949 hatte sich in Ebermannstadt eine Interessengemeinschaft von Fliegern unter der Führung des früheren Leiters des Kreiskrankenhauses, Oskar Reichert, zusammengefunden mit dem Ziel, die Wiederzulassung der Sportfliegerei zu betreiben.

Zu dieser Gruppe stieß auch der spätere langjährige Bürgermeister Karl Theiler. Nachdem im Oktober 1951 das Segelfliegen und der Bau von Segelflugzeugen wieder zugelassen worden waren, gab es bereits im November Bewegung bei den Flugenthusiasten.

Die Anlage auf dem Feuerstein
Die Anlage auf dem Feuerstein
Foto: Christian Horn

So entstand der Gedanke, dass die Verantwortlichen der katholischen Jugend neben den „Körperertüchtigungsstätten“ auf der Burg auch eine Segelfliegerschule errichten könnten.

Errichtung einer Segelfliegerschule

Im Diözesanjugendseelsorger Jupp Schneider und dem Bamberger Emil Kemmer wurden die geeigneten Fürsprecher gefunden, so das Erzbischof Josef Otto Kolb seine Zustimmung zur Errichtung der Segelfliegerschule erteilte.

Nötige Fluggeräte gekauft

Sogleich wurde mit dem Kauf der nötigen Fluggeräte begonnen. In der Schreinerausbildungswerkstatt auf Burg Feuerstein entstand ein sogenannter Segelgleiter für die Einsitzerschulung. Im April 1952 wurde das Flugfeld für den Windenbetrieb hergerichtet, und noch für das gleiche Jahr wurden Lehrgänge ausgeschrieben.

So entstand die „Bundessegelflugschule der katholischen Jugend Burg Feuerstein“, getragen vom Erzbistum Bamberg, um die Jugend zu begeistern und zu binden.

Flugplatz wird ausgebaut

In den folgenden Jahren wurde der Flugplatz ausgebaut und eine große Flugzeughalle mit Werkstatt errichtet. Schließlich wurde 1964 die katholische Segelflugschule durch die Fränkische Fliegerschule Feuerstein abgelöst.

Entscheidend für den erfolgreichen Übergang war, dass neben dem Erzbistum Bamberg die Landkreise Forchheim und Ebermannstadt, die Stadt Ebermannstadt sowie der Markt Eggolsheim institutionelle Mitglieder der Fliegerschule wurden.

Im Jubiläumsjahr will die Schule beweisen, dass Fliegen für viele Flugbegeisterte erschwinglich ist. Der „Feuerstein“ steht als professionelle Flugschule für das Fliegenlernen im Großraum Nürnberg-Erlangen-Forchheim-Bamberg für jedermann offen. Gäste genießen die herrliche Aussicht und unvergessliche Sonnenuntergänge.

 

Lesen Sie auch: