Gefährliche Straße
Verdacht auf Munitionsfunde im Ramstertal
Eine enge Straße und kein Fuß- und Radweg: die Ramstertalstraße bei Ebermannstadt
Eine enge Straße und kein Fuß- und Radweg: die Ramstertalstraße bei Ebermannstadt
Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Ebermannstadt – Die gefährliche Ramstertalstraße bei Ebermannstadt soll ausgebaut werden. Nicht nur der Naturschutz könnte den Planungen in die Quere kommen.

Naturschutz, Gewässerschutz und andere Herausforderungen: Die Planungen zum Ausbau der Ramstertalstraße schreiten laut Mitteilung des Staatlichen Bauamts Bamberg voran. Die Behörde plane seit Mitte letzten Jahres den bestandsorientierten Ausbau der Staatsstraße 2685 zwischen Ebermannstadt und Kanndorf.

Ursprüngliche Varianten verworfen

Die ursprünglich gedachten Varianten wurden demnach aufgrund des Eingriffs in den sensiblen Naturraum verworfen. Forderungen des Naturschutzes und der Bevölkerung nach einem naturverträglicheren Eingriff sei Rechnung getragen worden.

Die Planer prüfen verschiedene Ausbauvarianten, die im Ergebnis die Verkehrssicherheit gewährleisten und für den Naturschutz einen verträglichen Eingriff darstellen sollen. Die größte Herausforderung ist, dass die FFH-Schutzgebiete nahe an die asphaltierte Straße heranreichen.

Weitere Untersuchungen

Ein Kalktuffquellbach im Ausbaubereich ist naturschutzfachlich sehr sensibel. Hierfür wurden weitere Untersuchungen in die Wege geleitet. Ein erster technischer Entwurf wurde bereits zur Prüfung der Verträglichkeit mit dem Naturraum an ein Ingenieurbüro übergeben. Details der Prüfung befinden sich aktuell mit den Trägern öffentlicher Belange in Abstimmung.

Daneben wurden laut Straßenbauamt bereits grundlegende Aspekte der Entwässerung mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt und berücksichtigt.

Kampfhandlungen im Untersuchungsraum nachgewiesen

Kampfmittelfunde wurden bei der üblichen Vorerkundung bei Ausbaumaßnahmen nicht bestätigt, jedoch konnte der Verdacht auf solche nicht ausgeräumt werden. Unter anderem wurden konkrete frühere Kampfhandlungen im Untersuchungsraum nachgewiesen. Ebenso gab es in der Nähe einen ehemaligen Schießstand.

Jeder Eingriff in den Baugrund wird fachlich begleitet. Dieser Prozess mit unterschiedlichen Beteiligten brauche Zeit und bedinge auch mehrfach Anpassungen der vorliegenden Planung. Nur so könne am Ende ein im Gesamten stimmiges Ausbaukonzept im Ramstertal umgesetzt werden. Weiter Informationen unter www.stbaba.bayern.de.

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