Hilfe aus Franken
Die Retter in der Hochwasser-Not
Teilweise steht noch was Wasser in den Straßen, die die Helfer des THW Kirchehrenbach passieren müssen, um die Pumpen zu erreichen die betankt werden müssen.
Teilweise steht noch was Wasser in den Straßen, die die Helfer des THW Kirchehrenbach passieren müssen, um die Pumpen zu erreichen die betankt werden müssen.
Foto: Thomas Albert
Forchheim – Auch aus dem Landkreis Forchheim sind zahlreiche Helfer in die Krisengebiete ausgerückt. Wie es ihnen dort ergeht.

Landwirte helfen Flutopfern

Landwirte des Landkreises Forchheim haben in kürzester Zeit eine Hilfsaktion für die Opfer der Flutkatastrophe auf die Beine gestellt. Da viele  Landwirte im Katastrophengebiet ihr Vieh nicht mehr versorgen können, fürchten sie, dass ihre Tiere verhungern müssen. 

Hilfe für die Flutopfer
Hilfe für die Flutopfer
Foto: MTS Meixner Transporte+Service

Zahlreiche Bauern spendeten deshalb Heu und Stroh, welches zentral in Dietzhof gesammelt und auf fünf Sattelzüge der Speditionen Meixner und Pohl verladen wurde. Samstag Nacht fuhren die Lastwagen in die Nähe von Erftstadt, um dort die Ladungen auf betroffene Höfe zu verteilen.

 

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Technisches Hilfswerk im Einsatz

Zwei Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) Kirchehrenbach haben sich am Donnerstag zum Einsatz in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gemacht, um dort Einheiten der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen  zu unterstützen.

In der Fußgängerzone von Geilenkirchen betanken die Helfer des OV Kirchehrenbach eine Pumpe. Weitere Helfer haben mit einem Aggregat Beleuchtung aufgebaut, da auch das Stromnetz nicht vorhanden ist.
In der Fußgängerzone von Geilenkirchen betanken die Helfer des OV Kirchehrenbach eine Pumpe. Weitere Helfer haben mit einem Aggregat Beleuchtung aufgebaut, da auch das Stromnetz nicht vorhanden ist.
Foto: Thomas Albert

Im Gepäck haben sie dabei zwei mobile Tankanlagen mit je 450 Litern Diesel, die auf dem Unimog des Ortsverbandes verlastet sind. Dadurch sind sie vor Ort in der Lage eingesetzte Pumpen, wie die Hannibal-Pumpe aus Erlangen, Naila und Kronach zu betanken, damit diese durchgängig betrieben werden können, heißt es in einer Pressemitteilung von THW-Sprecherin Karoline Kötter.


Verschiedene Einsatzorte


In den ersten Tagen war die Gruppe im Raum Euskirchen eingesetzt, wurden jedoch am nächsten Tag bereits zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehr nach Geilenkirchen (Landkreis Heinsberg) gesandt. Aufgrund des Schadensbildes wurde die Gruppe dann geteilt, wodurch die Helfer aus Kirchehrenbach mit den Einheiten Kronach und Naila nach Ophoven kamen, um dort Häuser und Straßen von dem Wasser zu befreien.

Langsam weicht das Wasser in den Orten, wie Ophoven.
Langsam weicht das Wasser in den Orten, wie Ophoven.
Foto: Thomas Albert

Eine abschließende Einsatzdauer ist noch nicht bekannt, jedoch werden die zwei Helfer am Mittwoch von weiteren zwei Helfer des Ortsverbandes Kirchehrenbach abgelöst, die – nach aktuellem Stand – eine weitere Woche vor Ort im Einsatz sein werden. Auch ob aus Kirchehrenbach weitere Einheiten noch zum Einsatz kommen, kann noch nicht gesagt werden.

 

 

THW Forchheim in Stolberg

Ein Fachzug Notversorgung und Notinstandsetzung  mit neun Einsatzkräften des Forchheimer THW befindet sich seit Samstag im Bereich Stolberg (Nordrhein-Westfalen) im Einsatz. Schwerpunkt ihrer Aufgaben ist die Notversorgung mit elektrischem Strom, das Ausleuchten, das leer Pumpen vollgelaufener Keller sowie Maßnahmen zur Wiederherstellung der Infrastruktur. Die Kräfte sind teils rund um die Uhr im Einsatz, heißt es in einer Pressemitteilung.

THW Erlangen  hilft bei Hochwasser


Auch das Technische Hilfswerk (THW) Erlangen ist seit Freitagfrüh im Katastrophengebiet eingesetzt. Der ursprüngliche Einsatzort – die Steinbachtalsperre – wurde kurzfristig geändert. Die prekäre Lage in Erftstadt erforderte ein schnelles Eingreifen der Erlangener Kräfte.  Ein Seniorenheim musste wegen der Überschwemmung evakuiert und anschließend die überfluteten Keller und Räume leer gepumpt werden. 

Hilfe für die Flutopfer
Hilfe für die Flutopfer
Foto: THW Baiersdorf

Darüber hinaus sorgen sie dafür, dass die örtlich ausgefallene Kläranlage wieder in Betrieb genommen werden kann. Auch hier stehen umfassende Pumparbeiten im Vordergrund. Dank einer Gesamtpumpleistung von knapp 15 000 Liter pro Minute können die Einsatzkräfte Großes bewirken.


Baiersdorfer THW im Einsatz


 Die Einsatzkräfte aus Baiersdorf sind mit ihrer Fachgruppe für Elektroversorgung seit Samstagnacht im Krisengebiet. In Stolberg sorgen sie dafür, dass ausgefallene Trafostationen wieder funktionieren. Die Einsatzkräfte schließen zahlreiche Hauptverteilerkästen wieder an das Ortsnetz an, sodass die Bevölkerung das Stromnetz wieder nutzen kann. Ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. 

Hilfe für die Flutopfer
Hilfe für die Flutopfer
Foto: THW Baiersdorf

Die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung aus Schwabach fuhr gemeinsam mit dem Baiersdorfer THW  nach Stolberg.  Es ist davon auszugehen, dass der Einsatz noch länger andauern wird, teilte das THW mit. „Weitere THW-Einsatzkräfte aus unserer Region stehen schon Bereit um in kürzester Zeit im Katastrophengebiet helfen zu können.“

 

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