IG Metall
Waasner Mitarbeiter streiken in Forchheim
Rund 100 Arbeiter haben an der Kundgebung vor den Werkstoren der Firma Gebrüder Waasner in Forchheim teilgenommen.
Rund 100 Arbeiter haben an der Kundgebung vor den Werkstoren der Firma Gebrüder Waasner in Forchheim teilgenommen.
Foto: Lutz Herkner
F-Signet von Franziska Rieger Fränkischer Tag
Forchheim – Die IG Metall hat am Dienstag in 131 Betrieben in Bayern zu Warnstreiks aufgerufen. Daran beteiligten sich auch rund 100 Beschäftigte vor den Werkstoren der Firma Gebrüder Waasner in Forchheim.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden sind die Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie am Dienstag weitergegangen. Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hatte in 131 Betrieben in Bayern zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Gewerkschaft fordert für die 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie acht Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft fordert für die 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie acht Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten.
Foto: Lutz Herkner

Die Gewerkschaft fordert für die 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie acht Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Zu einer Demo in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) waren rund 750 Teilnehmer erschienen.

Arbeiter streiken in Forchheim

Auch bei der Forchheimer Elektrofabrik Gebrüder Waasner hat die IG Metall zum Streik aufgerufen. Rund 100 Arbeiterinnen und Arbeiter versammelten sich am Dienstag ab 13 Uhr zu einem Frühschluss mit Kundgebung in beiden Forchheimer Werken, teilt Martin Feder, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bamberg, mit.

Auch bei der Forchheimer Elektrofabrik Gebrüder Waasner hat die IG Metall zum Streik aufgerufen.
Auch bei der Forchheimer Elektrofabrik Gebrüder Waasner hat die IG Metall zum Streik aufgerufen.
Foto: Lutz Herkner

Martin Feder berichtete den Beschäftigten:

„Auch die vierte Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche hat keinen Fortschritt gebracht: Die Arbeitgeber weigern sich weiterhin, eine prozentuale Entgelterhöhung für die Tabellen in der Metall- und Elektroindustrie anzubieten. Sie wollen einen Tarifvertrag, der 30 Monate, also bis März 2025 läuft. So lange soll es nur die 3000 Euro staatlich geförderte Prämie geben. Das ist keine Wertschätzung für eure Arbeit, das ist eine Provokation.“

Rund 100 Beschäftigte versammelten sich am Dienstag zu einem Frühschluss mit Kundgebung in Forchheim.
Rund 100 Beschäftigte versammelten sich am Dienstag zu einem Frühschluss mit Kundgebung in Forchheim.
Foto: IG Metall Bamberg

Feder weiter: „Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben stehen felsenfest hinter der Forderung nach acht Prozent mehr Entgelt. Die Arbeitgeber erreichen mit ihrer Verhandlungsführung nur, dass die Menschen richtig sauer sind. Das spüren wir sehr deutlich in unseren Betrieben. Wir sind bereit, auch noch einmal einen Gang hochzuschalten.“

 

Waasner-Geschäftsführer äußert sich

Michael Waasner, Geschäftsführer der Firma Waasner, teilt auf FT-Anfrage mit: Die Firma Gebrüder Waasner sei kein Mitglied des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (vbm) und könne damit auf die laufende Tarifrunde keinen Einfluss nehmen.

„Verstehen nicht, warum wir Ziel so starker Arbeitskampfmaßnahmen sind“


„Die IG Metall hat auch an uns ihre Tarifforderung gestellt, und wir haben  Verhandlungen im Rahmen unseres Haustarifvertrags zugesagt, und sogar schon einen Termin vereinbart. Deswegen verstehen wir nicht, warum wir Ziel so starker Arbeitskampfmaßnahmen sind“, sagt Waasner.

Hoher wirtschaftlicher Schaden

Insbesondere durch die „Frühschlussaktion“ am 4. November, wo in beiden Werken in Früh- wie Spätschicht jeweils drei Arbeitsstunden ausgefallen sind, sei ein relativ hoher wirtschaftlicher Schaden entstanden, so Waasner.

„Wir hoffen in unseren  Verhandlungen eine tragfähige Einigung zu erzielen, die auch den hohen Belastungen durch stark steigende Energiepreise sowie der rasch abkühlenden Konjunktur Rechnung trägt.“

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