Tourismus
Gläserner Laufsteg in Gößweinstein verzögert sich
Hier soll die Aussichtsplattform entstehen. Zuletzt fanden  auf dem Burgplateau noch archäologische Ausgrabungen statt.
Hier soll die Aussichtsplattform entstehen. Zuletzt fanden auf dem Burgplateau noch archäologische Ausgrabungen statt.
Foto: FT-Redaktion
Gößweinstein – Der Bau der geplanten neuen Burgattraktion Castlewalk in Gößweinstein verzögert sich. Der gläserne Laufsteg soll aber spektakulär werden.

In Sachen Tourismus soll sich im Wallfahrtsort Gößweinstein, einem der Haupttourismusorte in der Fränkischen Schweiz, im kommenden Jahr 2022 einiges tun.

Zum einen soll das Höhenschwimmbad nach zwei Jahren coronabedingter Schließung zum Start der Tourismussaison wieder eröffnet werden, zum anderen soll die Burg Gößweinstein mit dem so

genannten Castlewalk eine neue Tourismusattraktion bekommen. Eigentlich sollte mit dem Bau des gläsernen Laufstegs, der an die Burgmauer in Richtung Wiesenttal als eine Art Aussichtskanzel angebaut werden soll, schon 2021 begonnen werden können.

So wie auf diesem Modell soll die wiederbelebte Gastronomie mit dem  neuen Castlewalk (links im Bild) nächsten Jahr aussehen.
So wie auf diesem Modell soll die wiederbelebte Gastronomie mit dem neuen Castlewalk (links im Bild) nächsten Jahr aussehen.
Foto: Visualisierung: Burg Gößweinstein

Dieser geplante Baubeginn war jedoch aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar und wird sich aller Voraussicht nach nicht vor September 2022 realisieren lassen. Die Bauanträge dazu, auch für die Außengastronomie mit geplanten 82 Sitzplätzen und die Wiederbelebung der Burgschänke mit 32 Sitzplätzen, befinden sich noch in der Klärung. Die behördlicherseits dazu geforderten Gutachten konnten jedoch inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden.

Archäologische Voruntersuchung

So mussten eine archäologische Voruntersuchung des Bodens im geplanten Baubereich des künftigen Laufstegs durchgeführt und ein biologisches Gutachten über die Fauna und Flora erstellt werden. Der Bereich des neuen Treppenabgangs wurde inzwischen auch neu vermessen, die Pläne dafür befinden sich beim Architekten in der Bearbeitung.

Der bestehende Aussichtspunkt auf der Burg soll in das Neubauprojekt integriert werden.
Der bestehende Aussichtspunkt auf der Burg soll in das Neubauprojekt integriert werden.
Foto: FT-Redaktion

„Einige Themen befinden sich mit den involvierten Behörden weiterhin in der Klärung mit dem Ziel, bis spätestens Mitte 2022 eine Entscheidung zu erwirken“, teilte die Gößweinsteiner Tourismuschefin Monika Merz während ihres Tourismusausblicks für nächstes Jahr mit und verwies auf eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Das Höhenschwimmbad

Bezüglich Wiedereröffnung des Höhenschwimmbads wurde ein Sicherheitsgutachten in Auftrag gegeben, das während einer der nächsten Marktgemeinderatssitzungen im neuen Jahr vorgestellt werden soll. Erst dann soll auch über eine Verpachtung des Bades entschieden werden.

Multifunktionsplatz im Bau

Im Bau befindlich ist bereits der neue Multifunktionsplatz neben dem Friedhofsparkplatz, der einmal auch teilweise für touristische Zwecke mit Wohnmobilstellplätzen und vielleicht sogar mit einem Parkhaus genutzt werden soll. Hier sollen auch künftig die Jahrmärkte oder Feste stattfinden.

Geplant ist für nächstes Jahr auch die Neuauflage des Erlebnismagazins im Format eines Genussmagazins, Tapas-Führungen mit fünf bis sechs Lokalen durch den Genussbotschafter, wöchentlich in der Saison auch die beliebten Nachtwächterrundgänge und in der Hochsaison einmal wöchentlich das Bierdiplom.

Werbung auf Facebook

Vor dem „Haus des Gastes“, in dem die Tourist-Information untergebracht ist, wird ein Münzprägeautomat aufgestellt, wovon der Markt mit 33 Prozent des Gewinns profitieren soll. Geplant ist 2022 nach langem wieder eine Vermieterversammlung, falls Corona nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht. Weiter kündigte die Tourismusleiterin an, dass Gößweinstein verstärkt auf Facebook werben wolle, da die digitale Tourismuswerbung weiter auf dem Vormarsch sei und 2021 schon fast 50 Prozent ausgemacht habe.