Schlamm
Ärger am Holzlagerplatz in Kraisdorf
Ärger gibt es beim Holzlagerplatz in Kraisdorf oberhalb der Siedlung. Die Wege dort sind schlammig, weil ein Pächter dort mit schwerem Gerät herumkurvt. Der Pfarrweisacher Bauausschuss will sich demnächst dort umschauen und nach einer Lösung des Problems suchen.
Ärger gibt es beim Holzlagerplatz in Kraisdorf oberhalb der Siedlung. Die Wege dort sind schlammig, weil ein Pächter dort mit schwerem Gerät herumkurvt. Der Pfarrweisacher Bauausschuss will sich demnächst dort umschauen und nach einer Lösung des Problems suchen.
Foto: Simon Albrecht
Kraisdorf – Nur ein Punkt trübte die Jahresschlusssitzung in Pfarrweisach etwas.

Die vorweihnachtlich-friedvolle Stimmung der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr wurde durch eine Anfrage der Kraisdorfer Gemeinderätin Beate Giebfried gestört. Giebfried wollte wissen, was es mit der Sperrung des Weges beim Holzlagerplatz in Kraisdorf oberhalb der Siedlung auf sich habe. Die Sperrung des Feldweges, so erklärte Bürgermeister Markus Oppelt (CSU), sei rechtens, weil demnächst an der angrenzenden Baustelle die Erschließungsarbeiten losgingen, sofern es das Wetter zulasse. Die Warnbaken seien durch das Bauunternehmen zur Verfügung gestellt und die Sperrung vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern genehmigt worden.

Was ihn mehr aufrege, sagte Oppelt weiter, sei das Verhalten eines Pächters auf dem nahen Holzlagerplatz. Dieser habe nach der Pachtvertragsunterzeichnung im Jahr 2015 „munter illegal Hallen gebaut und Erdbewegungen gemacht, obwohl das vertraglich verboten ist“. Auch seien dort motorisierte Maschinen untergestellt, was ebenfalls verboten sei. „Zu jeder Tages- und Nachtzeit, egal ob es regnet oder schneit, fährt er mit seinem großen Gerät über den Feldweg, und zu jeder Tages- und Nachtzeit sägt er dort Holz“, beklagte sich der Bürgermeister.

Matsch, tiefe Fahrspuren, Schlamm

Dabei gebe es mit zwei Zufahrten genügend Platz, ohne dass man über diesen einen Feldweg fahren müsse, der momentan „total vermatscht“ sei. Die Folge davon sei, so Oppelt, dass die Straße „Eberner Höhe“ dadurch verdreckt werde. Das Verhalten dieses einen Pächters führe dazu, dass andere Pächter ihre Plätze schon mit rot-weißen Trassierbändern abgrenzten. Der Bürgermeister kündigte an, die Situation mit dem Bauausschuss bei einem Ortstermin betrachten und nach einer Lösung suchen zu wollen.

Einige Daten aus der Statistik

Mit der Arbeit im Gemeinderat zeigte sich Markus Oppelt bei der sogenannten Jahresschlussandacht sehr zufrieden. Es sei immer konstruktiv debattiert worden und es seien fast immer einstimmige Entscheidungen getroffen worden, war sein Resümee.

Oppelt gab einige Daten aus der Statistik bekannt: Der Gemeinderat hat sich in diesem Jahr zu zehn Sitzungen getroffen, dabei sind 132 Punkte beraten worden, davon 23 Bauanträge. Mit Stand 30. September 2021 haben in der Gemeinde Pfarrweisach 1607 Einwohner gelebt, 14 Geburten standen zehn Sterbefälle gegenüber (Stand November). Sieben Paare haben den Bund für die Ehe geschlossen, und 51 Zuzügen standen 38 Wegzüge gegenüber.

Der Zweite Bürgermeister schwärmt

Von einer „Wahnsinns-Harmonie“ zwischen ihm und Bürgermeister Oppelt sprach anschließend Zweiter Bürgermeister Christoph Göttel. „So harmonisch wie jetzt hab ich das noch nicht mit erlebt.“ Es sei wunderbar, wie konstruktiv man miteinander arbeite, schwärmte Göttel. Am allermeisten freue es ihn, „dass nicht hinten rum gelästert wird“. Außerdem komme das parteiübergreifende Arbeiten im Gemeinderat bei der Bevölkerung gut an, damit gelinge es, „dass wir das Beste für unsere Gemeinde rausholen“.