Gemeinderat
Bis Sommer 2022 soll alles fertig sein
Der Kindergarten „Sonnenschein“ in Memmelsdorf: Hier wird demnächst einiges passieren.
Der Kindergarten „Sonnenschein“ in Memmelsdorf: Hier wird demnächst einiges passieren.
Foto: Helmut Will
Untermerzbach – Untermerzbach setzt auf hohe Förderung für den Kindergartenumbau.

Am Kindergarten in Memmelsdorf soll gebaut werden. Allerdings muss bis 30. Juni ein entsprechender Antrag gestellt sein, um in den Genuss von Sonderfördermitteln zu kommen. Dieses Verfahren bedeute eine höhere Förderquote als nach dem Finanzausgleichsgesetz mit etwa 50 Prozent, sagte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD).

Nach den Worten des Gemeindeoberhauptes habe Architekt Roland Schultheiß einen Entwurf ausgearbeitet, der bereits mit der Kindergartenleitung abgestimmt sei und der Rechtsaufsicht vorgelegt wurde. Die Planung sieht Personalräume und eine Küche mit Bistro für Kinder im Erdgeschoss vor. Die zweite Krippe ist im Obergeschoss geplant. Im weiträumigen Flur soll ein Elternwartebereich entstehen.

Bedarf ist vorhanden

Wie der Bürgermeister erläuterte, sind für den Raumbedarf zwei Vollgeschosse notwendig. Man habe sich für eine Pultdachkonstruktion entschieden. Der Gemeinderat beschloss die Durchführung der Maßnahme und stellte die Finanz- und Eigenmittel zur Verfügung. Der Bürgermeister rechnet mit einer Förderquote von mindestens 60 Prozent. Im Haushalt ist für den Umbau bisher kein Betrag eingestellt. Man werde alles daransetzen, um bis Sommer 2022 fertig zu sein. Der Bedarf für die Kindertagesstätte wurde anerkannt. „Zurzeit sind 100 Plätze belegt, was künftig etwas rückläufiger sein wird“, sagte Dietz. Bedarf sei vorhanden für 50 Kindergartenplätze und 14 Krippenplätze.

Am längsten wurde über Straßennamen für Gereuth diskutiert.

Zahlreiche Bürger verfolgten die Debatte mit. Bereits zum dritten Mal beschäftigte sich das Gremium mit diesem Thema. Wie Bürgermeister Dietz erklärte, seien sechs Straßennamen nötig. Er bedauerte, dass bisher aufgrund der Pandemie keine Bürgerversammlung möglich war. Nun soll eine Bürgerbefragung per Fragebogen stattfinden. Danach werde der Gemeinderat entscheiden. „Ich appellierte schon jetzt an die Bewohner von Gereuth, sich für eine eindeutige, zukunftssichere und rechtlich haltbare Lösung auszusprechen“, so das Gemeindeoberhaupt.

Bestätigt wurden vom Gremium die kürzlich gewählten Hemmendorfer Feuerwehrkommandanten Michael Thomas und Ralf Dietlein.

Berichte gaben für die Jugend Gemeinderätin Stefanie Bobrich (SPD) und für den Wald Dritter Bürgermeister Gerald Karl ab. Coronabedingt konnte Bobrich nur wenig berichten. So musste letztes Jahr das Ferienprogramm ausfallen, für dieses Jahr seinen bereits Planungen angelaufen. Das Ferienprogramm soll in den ersten zwei Ferienwochen stattfinden. Die Jugendräume in Untermerzbach und Gleusdorf befänden sich im guten Zustand. „Ich hoffe, dass sie bald wieder mit Leben erfüllt werden können“, so Bobrich.

Gemeindewald in dramatischem Zustand

Karl führte aus, dass sich der Gemeindewald in einem extrem dramatischen Zustand befinde. Außer der Fichte litten auch andere Baumarten unter der Trockenheit und unter Schädlingsbefall. Auch die Niederschläge der letzten Wochen hätten nicht wirklich zu einer Verbesserung der Situation beigetragen.