Flammen bei Roßstadt
Feuer zerstörte 15.000 Quadratmeter Ackerland
Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Neun Feuerwehren mit 120 Einsatzkräften bekämpften am Donnerstagnachmittag einen großen Flächenbrand bei Roßstadt.
Foto: Christian Licha
Eltmann – Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt. Es bestand auch Gefahr für ein Sägewerk und ein Wäldchen.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr bekämpfte am Donnerstagnachmittag (30. Juni) einen Flächenbrand bei Roßstadt. Insgesamt 15.000 Quadratmeter Ackerfläche wurden ein Raub der Flammen. Anfänglich bestand auch Gefahr für ein nahegelegendes Sägewek.

Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Auf 15.000 Quadratmetern wütete das Feuer.
Foto: Christian Licha

Kurz nach 16 Uhr löste die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt den ersten Alarm aus. In der Flur auf der Gemarkung des Eltmanner Stadtteils Roßstadt brannte ein Stoppelacker. Beim Eintreffen der Feuerwehr Eltmann war sofort klar, dass Verstärkung benötigt wird.

Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Ein Stoppelacker und ein angrenzendes Feld mit Wintergerste wurden ein Raub der Flammen.
Foto: Christian Licha

Das Feuer hatte nämlich schon auf ein Feld mit Wintergerste übergegriffen und die Flammen loderten nahe eines kleinen Wäldchens. „Direkt dahinter liegt das Dippacher Sägewerk mit seinem Holzlagerplatz“, beschrieb Kreisbrandmeister und Einsatzleiter Thomas Neeb die anfänglich gefährliche Situation. In der Folge wurden noch zusätzlich die Feuerwehren aus Ebelsbach, Roßstadt, Dippach, Weisbrunn, Schönbach, Kirchaich sowie aus dem Landkreis Bamberg die Feuerwehren aus Viereth und Trunstadt zum schwer erreichbaren Einsatzort beordert.

Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Besonders hilfreich war der geländegängige Unimog der Feuerwehr Kirchaich.
Foto: Christian Licha

Die Zufahrt für die großen Löschfahrzeuge war nur über einen schmalen Feldweg möglich. Mit einer 1500 Meter langen Schlauchleitung von Roßstadt aus und zwei weiteren Leitungen aus Dippach sowie einem Pendelverkehr der wasserführenden Fahrzeuge wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt.

120 Einsatzkräfte und ein Landwirt mit einem Wasseranhänger bekämpften das Feuer auf dem Acker bei Roßstadt

Auch ein Landwirt unterstützte die Feuerwehr und schaffte mit einem 10.000 Liter fassenden Tankanhänger weiteres Wasser herbei.

Dank der starken Manpower mit 120 Einsatzkräften gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen und einen Übergriff der Flammen auf Wald und Sägewerk zu verhindern.

Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Ein Übergreifen der Flammen auf ein nahegelegenes Wäldchen mit einem dahinter befindlichen Sägewerk konnte erfolgreich verhindert werden.
Foto: Christian Licha

Auch Kreisbrandinspektor Georg Pfrang und Kreisbrandmeister Bernhard Finger unterstützten die Einsatzleitung. Nachdem das Feuer aus war, wurde die Fläche mit Wärmebildkameras kontrolliert und noch zusätzlich bewässert. Bei einer Lufttemperatur von über 30 Grad war der Einsatz für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in der prallen Sonne eine besondere Herausforderung.

Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Ein Landwirt unterstützte die Löscharbeiten mit einem 10.000 Liter fassenden Tankanhänger.
Foto: Christian Licha

„Sehr hilfreich war der geländegängige Unimog der Feuerwehr Kirchaich, der auch dort fahren und löschen konnte, wo normale Feuerwehrautos keine Chance haben“, hob Kreisbrandmeister Thomas Neeb hervor.

Am Donnerstagnachmittag brannte ein Feld bei Roßstadt.
Mit Wärmebildkameras wurde nach den Löscharbeiten die Brandfläche nochmals kontrolliert.
Foto: Christian Licha

Nach rund dreieinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Ein Landwirt bearbeitete anschließend vorsorglich die Feuergrenze noch mit einem Grubber, so dass der Boden dort umgegraben wurde. Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt waren ebenfalls vor Ort und übernahmen die Ermittlungen zur derzeit noch unbekannten Brandursache.

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