Löschversuche
Vater und Sohn erleiden Rauchvergiftung
Den Atemschutzgeräteträgern der Polizei gelang rasch das Eindämmen des Feuers.
Den Atemschutzgeräteträgern der Polizei gelang rasch das Eindämmen des Feuers.
Michael Will/BRK
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Königsberg in Bayern – Die eigenen Löschversuche eines 42-Jährigen im Obergeschoss seines Einfamilienhauses liefen in Römershofen ins Leere. Er und sein 13-jähriger Bub kamen mit einer leichteren Rauchgasvergiftung davon.

Bei einem Wohnungsbrand sind am Freitagmorgen zwei Personen verletzt worden. Das Feuer brach im Obergeschoss eines Wohnhauses aus, berichtet Michael Will, der Pressesprecher des Kreisverbands Haßberge des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK).

Dicker Qualm drang aus dem Fenster im Obergeschoss.
Dicker Qualm drang aus dem Fenster im Obergeschoss.
Michael Will/BRK

Gegen 9.45 Uhr verständigte nach einem Notruf die zuständige Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt Einheiten von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei und schickte sie zu dem Anwesen im Südosten des Königsberger Stadtteils. Rauch kam aus den Fenstern im Obergeschoss. Nach Angaben der Polizei setzte ein Nachbar einen Notruf ab. Er war auf das Feuer aufmerksam geworden.

Private Löschversuche scheiterten

Drinnen versuchte offenbar der 42-jährige Familienvater, das Feuer in den Griff zu bekommen. Er war nach Informationen der Polizei mit seinem 13 Jahre alten Sohn im Gebäude. Doch er schaffte es nicht, die Flammen unter Kontrolle bringen.

Vater und Sohn müssen wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden.
Vater und Sohn müssen wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden.
Michael Will/BRK

Den kurz darauf eintreffenden Feuerwehren aus Königsberg und Römershofen, die unter anderem auch mit einer Drehleiter angerückt waren, gelang es rasch, das Feuer zu löschen. Sie drangen mit schwerem Atemschutz in das Einfamilienhaus ein und hatten den Brand im Obergeschoss nach wenigen Minuten unter Kontrolle.

Vater und Sohn verließen das Wohnhaus aus eigenen Kräften. Sie wurden nach einer ersten medizinischen Untersuchung durch eine Notärztin aus Haßfurt mit einem BRK-Rettungswagen zur Behandlung ins Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken gebracht. Beide wurden durch Einatmen von giftigem Rauchgas leicht verletzt.

Ursache noch unklar

Wodurch das Feuer ausgebrochen ist, stand zunächst nicht mit Gewissheit fest und ist jetzt Gegenstand polizeilicher Ermittlungen, die von Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt geführt werden. Die Feuerwehren aus Königsberg und Römershofen waren mit 27 Helfern im Einsatz. Auch Kreisbrandrat Ralf Dressel machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Seitens des Rettungsdienstes waren zwei BRK-Rettungswagen aus Haßfurt und Hofheim, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Haßfurt sowie BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst, Ingo Stöhlein, im Einsatz. Die Polizeiinspektion Haßfurt war mit zwei Streifenwagen am Ort des Geschehens.

Nachdem das Feuer gelöscht war, brachten Feuerwehrleute unter Atemschutz das Brandgut aus dem Haus. Es wurde anschließend mit einem Hochdrucklüfter der Feuerwehr belüftet, um den Brandrauch aus dem Gebäude zu blasen. Wie hoch der Sachschaden ist, stand zunächst nicht fest. Es dürfte aber im fünfstelligen Bereich liegen.

Erst am Freitag war es in Haßfurt in einem Mehrfamilienwohnhaus zu einem Feuer gekommen. Dabei wurden zehn Menschen verletzt, einer davon schwer.

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