Rettungsaktion
Beifahrer musste herausgeschnitten werden
Aus dem umgekippten Fahrzeug musste der Beifahrer    in einer aufwändigen Rettungsaktion von den Feuerwehren mit Rettungsschere und Rettungsspreizer aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Aus dem umgekippten Fahrzeug musste der Beifahrer in einer aufwändigen Rettungsaktion von den Feuerwehren mit Rettungsschere und Rettungsspreizer aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Michael Will/BRK
F-Signet von Michael Will Fränkischer Tag
Rauhenebrach – Alkohol im Spiel: In der Nacht zum dritten Advent wurde ein Mann leicht verletzt, ein zweiter war im Fahrzeug eingeklemmt. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Zwei Männer sind in der Nacht zum 3. Advent auf der Staatsstraße 2274 in der Gemeinde Rauhenebrach bei einem Verkehrsunfall zum Teil schwer verletzt worden.  Der stark alkoholisierte Fahrer war  mit dem Auto von der Straße abgekommen.

Mehrfach überschlagen

Gegen 2 Uhr waren die beiden mit ihrem Fahrzeug  von Falsbrunn in Richtung Prölsdorf unterwegs. In Höhe eines Aussiedlerhofes, rund 300 Meter vor Prölsdorf, verlor der Fahrer nach Angaben der Polizei die Kontrolle über den Ford-Kombi und kam in einer lang gezogenen Linkskurve nach rechts von der Straße ab. Das Auto überquerte einen tiefen Straßengraben, prallte gegen eine Böschung, flog daraufhin über einen parallel zur Staatsstraße verlaufenden Fuß- und Radweg und landete schließlich in einem Acker. Dort überschlug sich der Pkw mehrfach, bevor er rund 70 Meter entfernt von der Fahrbahn schwer beschädigt auf der Beifahrerseite liegen blieb.

Aufwändig herausgeschnitten
Während sich der 38-jährige Fahrer selbst aus dem Auto befreien konnte, wurde sein 31 Jahre alter Beifahrer eingeklemmt. Er musste in einer aufwändigen Rettungsaktion von den Feuerwehren mit Rettungsschere und Rettungsspreizer aus seiner misslichen Lage befreit werden. Dazu verschaffte sich die Feuerwehr einen Zugang durch das Autodach, das teilweise abgenommen wurde, während der Pkw mit Stützen gegen ein Umfallen gesichert wurde. Rund 50 Minuten nach dem Unfallereignis konnte der Mann befreit und schließlich zur weiteren notfallmedizinischen Versorgung in einen Rettungswagen gebracht werden.

Beide Fahrzeuginsassen in die Klinik transportiert

Nach Erstversorgung durch den BRK-Rettungsdienst und einen Notarzt wurde der 31-Jährige mit Verdacht auf schwere Verletzungen zur weiteren Diagnostik und Behandlung in den Schockraum des Klinikums Bamberg gebracht. Der Fahrer kam mit leichteren Verletzungen ebenfalls in eine Klinik.

Seitens des Rettungsdienstes waren ein BRK-Rettungswagen aus Eltmann, ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe aus Schlüsselfeld und ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Gerolzhofen im Einsatz. Ebenfalls alarmiert war der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst.

Feuerwehr mit 60 Einsatzkräften vor Ort

Zunächst hatte es in einer ersten Meldung geheißen, dass zwei Autos an dem Unfall beteiligt seien. Das bestätigte sich vor Ort nicht. Die Feuerwehren aus Prölsdorf, Fürnbach, Kirchaich, Untersteinbach und Schönbrunn im Steigerwald waren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Burgebrach konnte nach Angaben des Feuerwehreinsatzleiters noch auf der Anfahrt abbestellt werden. Als Ersthelfer waren zudem die First Responder der FFW Rauhenebrach am Unglücksort. Neben der Rettung des Eingeklemmten, sperrte die Feuerwehr die Staatsstraße, band auslaufende Betriebsstoffe ab und leuchtete die Unfallstelle aus. 

Über zwei Promille im Blut

Die Ursache für den Verkehrsunfall stand nach Angaben der Polizeiinspektion Haßfurt, die die Ermittlungen führt, nicht gleich fest. Einige Zeit vor dem Unfall hatte es leicht geschneit, die Temperaturen in der mondhellen Nacht lagen bei etwa minus vier Grad Celsius. Bei dem Fahrzeugführer konnte im Rahmen der Unfallaufnahme dann deutlicher Atemalkoholgeruch festgestellt werden. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest führte nach Mitteilung der Polizeiinspektion Haßfurt zu einem Ergebnis von knapp über zwei Promille. "Aus diesem Grund wurde bei dem Fahrzeugführer eine Blutentnahme angeordnet, welche im Rahmen seiner Behandlung im Krankenhaus durchgeführt worden ist", so die Polizei.

Schaden: 8000 Euro

Das Fahrzeug musste von einem Abschleppunternehmen von der Unfallstelle geborgen und abgeschleppt werden. Die Schadenshöhe am Fahrzeug wird auf ca. 8000 Euro geschätzt.

Feuerwehren und Rettungskräfte waren  bei dem schweren Unfall bei Prölsdorf mit einem Großaufgebot vor Ort.
Feuerwehren und Rettungskräfte waren bei dem schweren Unfall bei Prölsdorf mit einem Großaufgebot vor Ort.
Michael Will/BRK
Der schwere Unfall  bei Prölsdorf ereignete sich in der Nacht zum dritten Advent.
Der schwere Unfall bei Prölsdorf ereignete sich in der Nacht zum dritten Advent.
Michael Will/BRK
Der Beifahrer musste aus dem umgekippten Fahrzeug herausgeschnitten werden.
Der Beifahrer musste aus dem umgekippten Fahrzeug herausgeschnitten werden.
Michael Will/BRK
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