Telefonbetrug
Zeiler übergibt hohe Geldsumme
Obwohl die Polizei nicht müde wird, Senioren vor Telefonbetrügern zu warnen, hat es in Zeil einen Mann erwischt. Die Gauner hatten ihm vorgemacht, sein Enkel brauche nach einem Unfall Geld.
Obwohl die Polizei nicht müde wird, Senioren vor Telefonbetrügern zu warnen, hat es in Zeil einen Mann erwischt. Die Gauner hatten ihm vorgemacht, sein Enkel brauche nach einem Unfall Geld.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Zeil am Main – Mit einer miesen Masche wurde ein älterer Mann in Zeil von Betrügern abgezockt. Sie gaukelten ihm vor, sein Enkel sei in Not.

Dreiste Telefonbetrüger haben erneut einen Senior getäuscht, der in der Folge eine hohe Geldsumme an einen unbekannten Abholer übergab. Von dem Fall berichtet die Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken in Würzburg.

In dem Zusammenhang hofft die Kripo Würzburg nun auch auf Hinweise von möglichen Zeugen. Der Rentner ist einer gängigen Masche zum Opfer gefallen, bei der sich Anrufer als Staatsbedienstete wie etwa Polizeibeamte ausgeben und einen Verkehrsunfall vortäuschen.

Enkel hatte angeblich einen Unfall

Im vorliegenden Fall soll der Enkel des Angerufenen einen Unfall verursacht haben. Um eine Gefängnisstrafe seines Angehörigen zu vermeiden, sollte der Senior eine hohe Kaution aufbringen. Er ahnte nicht, dass er Betrügern aufgesessen war.

Die Geldübergabe fand am Dienstag zwischen 14 und 15 Uhr in der Goethestraße statt. Von dem Abholer liegt folgende Täterbeschreibung vor:

Der junge Mann war um die 25 Jahre alt, etwa 170 cm groß und schlank; er trug einen schwarzen Drei-Tage-Bart und einen einen braunen Hut.

Wer hat Geldübergabe gesehen?

Die Kripo Würzburg wendet sich nun mit folgenden Fragen an die Bevölkerung: Wer hat die Geldübergabe möglicherweise beobachtet? Wer ist im Bereich der Goethestraße auf eine Person aufmerksam geworden, auf die die Täterbeschreibung zutrifft? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten. Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 bei der Kriminalpolizei Würzburg zu melden.

Jugendliche sollen ihre Großeltern warnen

Schon Ende 2020 hat das Polizeipräsidium die Präventionskampagne „Leg’ auf!“ ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“ und dann auch noch „Chill mal Oma“.

Die unterfränkische Polizei setzt auf die Unterstützung von Jugendlichen, Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen aufmerksam machen. Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Das Wichtigste: Legen Sie auf. Die Polizei weist niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben. Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen. Daher ist es am besten, selbst die Notrufnummer 110 zu wählen und zu fragen, ob wirklich Verwandte in Not sind.

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