Bilanz
Corona und immer wieder Umstellungen
Ein großer Einsatz für die Feuerwehr Ebern in jüngster Zeit war der Brand einer Erntemaschine bei Heubach.
Ein großer Einsatz für die Feuerwehr Ebern in jüngster Zeit war der Brand einer Erntemaschine bei Heubach.
Foto: Christian Licha
Ebern – Der Feuerwehrverein Ebern holte seine Hauptversammlung nach und resümierte, wie die Pandemie-Monate gemeistert wurden.

„Eigentlich würde ich Euch jetzt ein gutes, neues Jahr wünschen.“ Mit diesen Worten und einem leichten Grinsen im Gesicht eröffnet Vorsitzender Anton Gerstenkorn die Hauptversammlung des Eberner Feuerwehrvereins: bedingt durch Corona, die erste, die nicht gleich zu Beginn des Jahres stattfindet.

Die Pandemie hätte es auch dem Feuerwehrverein schwer gemacht in den vergangenen Zeiten, so Anton Gerstenkorn: Würde man an der Jahreshauptversammlung üblicherweise auf eine ganze Schar von Veranstaltungen für und um die aktive Feuerwehr blicken, waren es seit Beginn der Pandemie weniger: „Vieles konnten wir dennoch auf die Beine stellen, was mich stolz macht!“

Ein Gänsehautmoment

In diesem Jahr konnte Vorsitzender Gerstenkorn vier Personen für ein rundes Jubiläum ehren: Gerd Prill und Jürgen Hennemann für 40-jährige Mitgliedschaft im Verein; Konrad Schauer kann auf ein halbes Jahrhundert in der Wehr zurückblicken. Einen regelrechten Gänsehautmoment bescherte der Versammlung die Ehrung von Elmar Liebender: Dieser wurde für 70 Jahre treue Mitgliedschaft geehrt und nutzte die Gelegenheit, den jüngeren Kameradinnen und Kameraden aus seiner aktiven Zeit zu berichten. So hatte die Feuerwehr damals ihr Quartier noch im Eberner Rathaus, motorbetriebene Pumpen waren eine technische Revolution und Mannschaft und Material wurden mit Pferden zur Einsatzstelle gebracht: „Wenn kein Geld für den Bauern, der die Pferde stellte, da war, haben wir die Pumpe halt zum Einsatz geschoben“, erzählte der Jubilar. Sein Urgroßvater war Gründungsmitglied der Feuerwehr Ebern (1867 gegründet). Liebener erhielt kräftigen Applaus.

Turbulente Zeit

Erster Kommandant David Pfeufer berichtete ebenfalls von einer turbulenten Zeit seit dem Beginn der Pandemie: Allein 13 Änderungen in der Dienstanweisung zur Pandemie habe es für die aktiven Damen und Herren gegeben, alles darauf ausgelegt, die Wehr einsatzbereit zu halten. Die Feuerwehr sei personell gewachsen, sie habe derzeit 75 Aktive, dies sei auch wichtig aufgrund der ständig wachsenden Anforderungen.