Autobahnunfall
Auffahrunfälle mit mehreren Beteiligten
Theres – Bei einem Unfall auf der Maintalautobahn sind am Freitag acht Personen leicht verletzt worden. Sechs Autos mit zehn Insassen sind beteiligt.

Ein Auffahrunfall auf der Maintalautobahn A70 löste am Freitagnachmittag eine Kettenreaktion aus. Zwischen den Anschlussstellen Knetzgau und Theres kam es in Fahrtrichtung Schweinfurt auf einem Abschnitt von nur wenigen Metern zu insgesamt drei eigenständigen Unfällen.

Zu dem Unfall war es um 15.30 Uhr in Fahrtrichtung Schweinfurt zwischen den Anschlussstellen Knetzgau und Theres gekommen. Nach Angaben der Polizei dürfte Unaufmerksamkeit die Ursache für die Kollision gewesen sein. Nachdem ein Verkehrsteilnehmer aufgrund des Verkehrsgeschehens bremsen musste, fuhr ein nachfolgender mit seinem Golf auf den BMW auf.

Bei dem letzten der drei Auffahrunfälle rammte ein Seat einen VW mit Berliner Kennzeichen.
Bei dem letzten der drei Auffahrunfälle rammte ein Seat einen VW mit Berliner Kennzeichen.
Foto: Christian Licha

Wie ein Beamter der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck vor Ort schilderte, fuhr ein Mann aus Nordrhein-Westfalen gegen 15.30 Uhr mit seinem Pkw vermutlich aus Unachtsamkeit auf einen vorausfahrenden BMW auf. Im Abstand von nur wenigen Metern kam es dann zu einem zweiten Auffahrunfall nach dem selben Muster. Schließlich rammte noch ein Seat einen VW mit Berliner Kennzeichen. Alle Unfallbeteiligten waren offenbar auf der Überholspur unterwegs.

 Insgesamt waren zwei Golfs, ein BMW, ein Ford, ein VW Touran und ein Seat in die Karambolagen verwickelt, die sich allesamt auf der Überholspur ereignet hatten. Die Unfallstelle erstreckte sich auf einer Länge von rund 300 Metern.

Ein großes Aufgebot an Rettungskräften war bei dem Unfall auf der A70.
Ein großes Aufgebot an Rettungskräften war bei dem Unfall auf der A70.
Foto: Michael Will

Sechs Frauen und Männer wurden in die Krankenhäuser nach Haßfurt, Schweinfurt und Bamberg transportiert, wie BRK-Pressesprecher Michael Will mitteilte. Bei zwei Beteiligten reichte eine ambulante Behandlung am Unfallort aus.

Nach einem ersten Notruf bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt, schilderte Michael Will, musste von einer größeren Anzahl von Verletzten ausgegangen werden, nachdem mitgeteilt wurde, dass insgesamt zehn Personen in den Fahrzeugen saßen. Glücklicherweise wurde keiner der Insassen in einem der Autos eingeklemmt.

Die ILS alarmierte daraufhin fünf Rettungswagen aus Haßfurt, Eltmann, Schweinfurt, Gerolzhofen und Untersteinbach, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Haßfurt sowie den BRK-Einsatzleiter Wolfgang Zweverink an die Unfallstelle. Ebenso wurde die Feuerwehr Knetzgau alarmiert.

Die Feuerwehr Knetzgau war mit rund 30 Mann vor Ort und unterstützte auch den Rettungsdienst  bei der Patientenbetreuung.
Die Feuerwehr Knetzgau war mit rund 30 Mann vor Ort und unterstützte auch den Rettungsdienst bei der Patientenbetreuung.
Foto: Christian Licha

Als erstes traf der Rettungswagen der BRK-Rettungswache Eltmann an der Unfallstelle ein; das Team begann umgehend mit der Vorsichtung der Beteiligten und Patienten, die anschließend von den nachrückenden Rettungsteams und einer Notärztin notfallmedizinisch versorgt wurden. Glücklicherweise wurde nach den ersten Erkenntnissen niemand schwerer verletzt. Von den insgesamt zehn Unfallbeteiligten wurden acht Frauen und Männer leicht verletzt; sechs von ihnen wurden zur weiteren Diagnostik und Behandlung in Kliniken nach Schweinfurt, Haßfurt und Bamberg transportiert. Zwei Leichtverletzte wurden vor Ort ambulant versorgt. Insgesamt waren 16 Kräfte des Rettungsdienstes vor Ort.

Es bildete sich in Richtung Schweinfurt ein Rückstau von drei Kilometern.
Es bildete sich in Richtung Schweinfurt ein Rückstau von drei Kilometern.
Foto: Christian Licha

Die Feuerwehr Knetzgau war mit rund 30 Helfern im Einsatz, sperrte die Auffahrt zur A70 an der Anschlussstelle Knetzgau und übernahm bis zum Eintreffen der Autobahnmeisterei Knetzgau auch die Absicherung am Unfallort. Unter der Einsatzleitung von Kommandant Thomas Finger wurde außerdem der Brandschutz sichergestellt und ausgelaufene Betriebsstoffe abgebunden. Die Feuerwehr unterstütze auch das Rote Kreuz bei der Patientenbetreuung. Die Kreisbrandmeister Bernhard Finger und Peter Schüler machten sich ebenfalls ein Bild der Lage.

Die Rettungskräfte banden auslaufnden Treibstoff ab.
Die Rettungskräfte banden auslaufnden Treibstoff ab.
Foto: Michael Will/BRK

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn für gut drei Stunden rund einen Kilometer vor der Anschlussstelle Theres komplett gesperrt werden. Es bildete sich bis zur Anschlussstelle Knetzgau ein Rückstau von rund 4,5 Kilometern Länge. Ein besonderes Lob sprachen Feuerwehr und Rettungsdienst den Verkehrsteilnehmern aus. Sie hatten auf der gesamten Länge im Stau eine tadellose Rettungsgasse zwischen der Überholspur und der rechten Fahrspur gebildet, so dass die Einsatz- und Rettungsfahrzeuge problemlos zur Unfallstelle hindurchgekommen sind.

Ein großes Aufgebot an Rettungskräften war bei dem Unfall auf der A70.
Ein großes Aufgebot an Rettungskräften war bei dem Unfall auf der A70.
Foto: Michael Will

Gegen 17.10 Uhr konnte der Standstreifen in Fahrtrichtung Schweinfurt freigegeben werden, so dass der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden konnte und sich der Stau nach und nach auflöste. Der Gesamtsachschaden an allen Fahrzeugen dürfte sich auf rund 60 000 Euro belaufen.

Bei dem letzten der drei Auffahrunfälle rammte ein Seat einen VW mit Berliner Kennzeichen. Der Seat wurde erheblich beschädigt.
Bei dem letzten der drei Auffahrunfälle rammte ein Seat einen VW mit Berliner Kennzeichen. Der Seat wurde erheblich beschädigt.
Foto: Christian Licha