Enormer Schaden
Großbrand in Königsberg: Vier Menschen verletzt
65 Einsatzkräfte waren an die Brandstelle in der Königsberger Regiomontanusstraße gerufen worden.
65 Einsatzkräfte waren an die Brandstelle in der Königsberger Regiomontanusstraße gerufen worden.
Foto: Christian Licha
Königsberg in Bayern – Lichterloh in Flammen stand in der Nacht zum Mittwoch das Dach des Wohngebäudes in Königsberg. 65 Einsatzkräfte rückten an - trotzdem gab es Verletzte.

Um 2.50 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt ein Großaufgebot der Feuerwehr zum Einsatzort in der Regiomontanusstraße. Kurz davor war eine Bewohnerin des Hauses durch Geräusche auf den Brand aufmerksam geworden. Sie weckte umgehend die weiteren fünf Personen, die sich in dem Gebäude aufhielten, darunter drei minderjährige Kinder.

„Bei unserem Eintreffen hatten sich alle im Haus befindlichen Personen bereits selbstständig in Sicherheit gebracht“, sagte der Königsberger Kommandant Peter Schüler, der den Einsatz leitete. Unterstützt wurde er dabei von Kreisbrandrat Ralf Dressel, der selbst aus Königsberg stammt.

Dachstuhl stand bereits in Vollbrand

Ein Innenangriff war zunächst nicht möglich, da der Dachstuhl bereits in Vollbrand stand. Aus diesem Grund wurden zunächst vom Boden aus und zusätzlich mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Königsberg und der Gelenkbühne der Werkfeuerwehr der Fränkischen Rohrwerke die Flammen bekämpft.

Später wurde noch die Drehleiter der Haßfurter Feuerwehr nachalarmiert, die ebenfalls wertvolle Dienste leistete. Nach rund einer halben Stunde war das Feuer zumindest unter Kontrolle, erklärte Peter Schüler.

Über die Drehleiter bekämpfte die Feuerwehr den Brand.
Über die Drehleiter bekämpfte die Feuerwehr den Brand.
Foto: Christian Licha

In den Einsatz mit eingebunden waren auch die Feuerwehren aus Prappach und Hellingen. Zusätzlich wurde der Gerätewagen für Atemschutz der Feuerwehr Zeil angefordert, um die Einsatzkräfte mit zusätzlichen Atemschutzgeräten zu versorgen.

Drei Katzen werden noch vermisst

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Vormittagsstunden hinein. Das Dach musste abgedeckt werden, um an alle Glutnester zu kommen. Zusätzlich mussten die sehr verwinkelten Gebäudeteile des alten Fachwerkhauses mit der Wärmebildkamera abgesucht werden.

Insgesamt befanden sich auch fünf Katzen in dem Haus. Davon konnte die Feuerwehr zwei Katzen retten und den Besitzern übergeben. Die drei weiteren Katzen werden derzeit noch vermisst.

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Drei Bewohner und ein Feuerwehrmann verletzt

Von den sechs Bewohnern wurden drei Personen durch das Einatmen von Rauchgas leicht verletzt, wie Daniel Schirmer, der Einsatzleiter für den Rettungsdienst des Roten Kreuzes mitteilte.

Zwei Rettungswagen aus Hofheim und Haßfurt sowie eine Notärztin aus Hofheim und der Einsatzleiter für den Rettungsdienst waren vor Ort. Glücklicherweise musste aber niemand ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Betroffenen wurden von den Mitarbeitern des Rettungsdienstes während des Löscheinsatzes betreut. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Er wurde zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Haßfurt transportiert.

Sachschaden im sechsstelligen Bereich

Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren vor Ort. Unterstützt wurde die Feuerwehr auch durch den Bauhof der Stadt Königsberg, der Transportarbeiten übernahm.

Das Dachgeschoss des Fachwerkhauses hatte Feuer gefangen. Der Dachstuhl wurde komplett zerstört.
Das Dachgeschoss des Fachwerkhauses hatte Feuer gefangen. Der Dachstuhl wurde komplett zerstört.
Foto: Christian Licha

Noch in der Nacht übernahm die Kriminalpolizei Schweinfurt von den Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt die Ermittlungen zur Brandursache, die noch ungeklärt ist. Laut Polizei dürfte der Sachschaden den ersten Ermittlungen nach wohl im unteren sechsstelligen Bereich liegen.

Kreisbrandrat Ralf Dressel vermutet, dass das Feuer im Dachgeschoss ausgebrochen sein könnte. Zumindest ist das Haus derzeit nicht bewohnbar. Die Ortsdurchfahrt von Königsberg war lange Zeit komplett gesperrt. Später konnte zumindest der Anliegerverkehr einspurig an der Einsatzstelle vorbeigeleitet werden.