Einsätze
Feuer in Unternehmen und Kreisabfallzentrum
Eine Schreddermaschine brannte am Donnerstagabend im Entsorgungsfachbetrieb Koppitz in Knetzgau. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden ist erheblich.
Eine Schreddermaschine brannte am Donnerstagabend im Entsorgungsfachbetrieb Koppitz in Knetzgau. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden ist erheblich.
Foto: Christian Licha
Knetzgau – Die Feuerwehren mussten am Donnerstag zu Bränden in Knetzgau und Wonfurt ausrücken.

Schlimme Erinnerungen wurden am Donnerstagabend wach, als Rauch über dem Entsorgungsfachbetrieb Koppitz in Knetzgau aufstieg. Bei einem Großbrand 2019 war bei der Firma im Industriegebiet ein Millionenschaden entstanden; und auch im Jahr darauf hatte es hier gebrannt, der Schaden hielt sich damals aber in Grenzen.

Auch der Brand am Donnerstag verlief im Vergleich zur Katastrophe von 2019 eher glimpflich. Kurz nach 20.30 Uhr löste die firmeneigene Brandmeldeanlage Alarm aus, womit gleichzeitig die Feuerwehr Knetzgau verständigt wurde. Noch vor deren Eintreffen setzten Mitarbeiter einen Notruf ab, als zu diesem Zeitpunkt bereits Flammen aus einer Lagerhalle schlugen. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt löste daraufhin einen Großalarm aus.

Vor Ort stellte sich heraus, dass in einer Lagerhalle eine Schreddermaschine für Pappe brannte. Die Sprinkleranlage hatte bereits ausgelöst und versprühte einen Schaumteppich im Inneren des Gebäudes. Mitarbeitern gelang es, die Maschine, die fahrbar ist und über Reifen verfügt, ins Freie zu bringen. Unter Atemschutz löschte die Feuerwehr Knetzgau den Brand und suchte anschließend mit der Wärmebildkamera nach versteckten Glutnestern, wie Kommandant und Einsatzleiter Thomas Finger mitteilte.

Die weiterhin alarmierten Feuerwehren aus Westheim, Eschenau, Hainert, Zell, Sand, Zeil und Haßfurt konnten vorzeitig die Anfahrt abbrechen und zu ihren Stützpunkten zurückkehren.

„Ich nehme an, dass das ein Totalschaden ist“, sagte Geschäftsführer Jürgen Koppitz und bezifferte den Wert des Schredders auf rund 200 000 Euro. Möglicherweise entstand der Brand durch einen technischen Defekt.

Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt nahmen den Sachverhalt auf. Verletzt wurde niemand. Für den Rettungsdienst und die Knetzgauer Feuerwehr war der Einsatz nach einer knappen Stunde beendet.

Der zweite Vorfall

Am gleichen Tag, wenige Stunden zuvor, waren die Einsatzkräfte zu einem Feuer in Wonfurt gerufen worden. Auf dem Gelände des Kreisabfallzentrums Wonfurt brannte es in einem Bunker, in dem Restmüll gelagert wird.

Kurz nach 14.30 Uhr fuhren die Feuerwehren aus Wonfurt, Steinsfeld, Unterschwappach, Hainert, Haßfurt und Zeil mit insgesamt rund 60 Einsatzkräften die Örtlichkeit an. Aus dem Restmüllbunker quoll dichter Rauch. Wie die Wonfurter Einsatzleiterin Cornelia Klaus berichtete, löschten Einsatztrupps das Feuer und brachten die Situation schnell unter Kontrolle. Etwas schwieriger gestalteten sich die Nachlöscharbeiten, musste doch der Restmüll mittels Bagger und Radlader auseinandergebreitet werden, um an die letzten Glutnester zu kommen. Zwischendrin loderten immer wieder mal die Flammen auf. Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet.

Abgesichert wurde der Einsatz durch das Rote Kreuz, das mit zwei Rettungswagen im Kreisabfallzentrum war. Durch den Rauch wurde ein Arbeiter leicht verletzt; er musste mit einer Augenspülung behandelt werden. Über die Schadenshöhe und die Ursache des Feuers gibt es bisher keine Angaben.