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Gädheim traf es am schlimmsten
Stundenlang arbeiteten die Feuerwehren aus Gädheim-Ottendorf, Greßhausen und Weyer sowie des Technischen Hilfswerkes, um der Wassermassen Herr zu werden. Die ehemalige B26 bei Gädheim war am Samstagabend wegen Überflutung für über fünf Stunden komplett gesperrt.
Stundenlang arbeiteten die Feuerwehren aus Gädheim-Ottendorf, Greßhausen und Weyer sowie des Technischen Hilfswerkes, um der Wassermassen Herr zu werden. Die ehemalige B26 bei Gädheim war am Samstagabend wegen Überflutung für über fünf Stunden komplett gesperrt.
Foto: Julian Brehm/Feuerwehr Greßhausen
Gädheim – Ein heftiges Gewitter mit Starkregen ging am späten Samstagnachmittag über den Landkreis Haßberge nieder.

Gegen 18 Uhr ergossen sich die Wassermassen, die im Maintal und Steigerwald zu zahlreichen Überflutungen führten.

Der größte Einsatz der Hilfsorganisationen war in Gädheim. 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Gädheim-Ottendorf, Greßhausen und Weyer sowie des Technischen Hilfswerkes (THW) Haßfurt hatten hier alle Hände voll zu tun, die Staatsstraße 2447 (ehemalige B26) von den Fluten und Schlammmassen zu befreien. Zwischen der östlichen Ortseinfahrt Gädheim und dem Bahnübergang am alten Bahnhof erstreckte sich das Hochwasser, das bis zu einem halben Meter hoch stand, über den Fahrradweg und die Straße. Das Wasser kam vom Ufergraben, der auf einem Hang liegt und suchte sich seinen Weg wegen verstopfter Entwässerungsschächte so einen neuen Weg.

Kritisch stand es zeitweise um ein Wohnhaus am alten Bahnhof, dem ebenfalls eine Überflutung drohte.

Der stellvertretende Kommandant Stefan Kuhn, der als Einsatzleiter fungierte, forderte deshalb das THW an, das mit fachlichem Rat aber auch tatkräftiger Unterstützung half.

Hand in Hand arbeiteten die Feuerwehren und das THW und schützten ein Wohnhaus mit einem Damm von Sandsäcken.
Hand in Hand arbeiteten die Feuerwehren und das THW und schützten ein Wohnhaus mit einem Damm von Sandsäcken.
Foto: Tobias Marquardt/THW Haßfurt

Während die Feuerwehren Tauchpumpen im Einsatz hatten, bauten die THW-Helfer einen Damm vor dem Haus. 300 Sandsäcke mit einem Gewicht von jeweils 15 Kilogramm kamen hier zur Verwendung, die Hand in Hand von Einsatzkräften der Feuerwehren und des THW über eine Menschenkette vom Fahrzeug zum direkten Einsatzort transportiert wurden. So konnte ein Schaden an dem Gebäude verhindert werden. Kreisbrandinspektor Georg Pfrang war ebenfalls vor Ort und lobte die immer wieder gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und dem THW.

Fünfeinhalb Stunden Vollsperrung

In Steinsfeld war das Freischaffen eines verstopften Wasserdurchlasses besonders langwierig.
In Steinsfeld war das Freischaffen eines verstopften Wasserdurchlasses besonders langwierig.
Foto: Christian Licha

Nachdem die Staatsstraße vom Wasser befreit war, reinigte die Straßenmeisterei Zeil mit Unterstützung des Bauhofes Gädheim die Fahrbahn mit professionellem Gerät. Um Mitternacht, nach fünfeinhalb Stunden Vollsperrung, konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen.

Fünf Stunden im Einsatz war auch die Feuerwehr Steinsfeld. In dem Wonfurter Ortsteil wurden mehrere Keller und Gebäude sowie die Ortsdurchfahrt von den Wassermassen heimgesucht. "Als langwierig gestaltete sich das Freischaffen eines Wasserdurchlasses um weitere Überschwemmungen zu verhindern", sagte Kommandant und Einsatzleiter Matthias Henneberger. Hier wurde ein Steinsfelder Bürger mit schwerem Gerät hinzugezogen, um am Einlauf und Auslauf den Morast abzutragen.

Auch in Wonfurt, Westheim, Dankenfeld und Kirchaich mussten die örtlichen Feuerwehren ausrücken.

Dort gab es mit überschwemmten Kellern und Straßen ein ähnliches Schadensbild wie bei den anderen Einsätzen.