Haus unbewohnbar
Rettung aus brennendem Haus über Drehleiter
Dank der Drehleiter konnten bei einem Brand in Sand am Main Bewohner aus oberen Stockwerken rechtzeitig gerettet werden.
Dank der Drehleiter konnten bei einem Brand in Sand am Main Bewohner aus oberen Stockwerken rechtzeitig gerettet werden.
Foto: Christian Licha
Sand am Main – Am Samstagmorgen wurden zwei Bewohner eines Mehrparteienhauses durch einen Wohnungsbrand leicht verletzt.

Update, 16. Mai 2021

Ein anfänglich als  Zimmerbrand gemeldetes Feuer in einem Mehrfamilienhaus entwickelte sich am frühen Samstagmorgen zu einem Großeinsatz zahlreicher Feuerwehren aus dem Maintal. Zwei Personen mussten aus ihren Dachgeschosswohnungen gerettet werden.

Flammen schlagen aus dem Dach

Um 3.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt die Freiwilligen Feuerwehren aus Sand, Zeil und Limbach in die Marienstraße. Dort schlugen hohe Flammen aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss, die auch schon auf das Dach übergegriffen hatten. Der Sander Kommandant und Einsatzleiter Andreas Winkler erkannte sofort den Ernst der Lage und ließ umgehend weitere Kräfte der Feuerwehren aus Knetzgau und Ebelsbach nachfordern.

An erster Stelle stand natürlich die Personenrettung. Zwar hatten sich meisten der Bewohner des Sechs-Familienhauses bereits eigenständig ins Freie begeben, die Mieter der beiden Dachgeschoss-Wohnungen waren jedoch von den Flammen eingeschlossen. "Die Rettung mit der Steckleiter gestaltete sich schwierig, weil der Platz nicht gegeben war", beschrieb Andreas Winkler das Geschehen am Einsatzort und fügte hinzu: "Deshalb mussten wir mit dem Steckleiterteil auf ein Garagendach, um von da aus eine weitere Leiter aufzustellen und die Person aus dem Dachgeschoss zu retten".  Nach Eintreffen der Drehleiter aus Zeil wurde damit auf der anderen Hausseite, ebenfalls aus einer Dachgeschoss-Wohnung, eine weitere Person aus dem brennenden Haus befreit.

Feuer von zwei Seiten gelöscht

Danach wurde das Feuer von zwei Seiten mit den Drehleitern aus Zeil und Ebelsbach von außen gelöscht, während Atemschutztrupps zum Innenangriff übergingen. Anfänglich bestand die Gefahr des Durchzündens des Feuers, das wahrscheinlich einen Vollbrand des Daches nach sich gezogen hätte. Der Brand war aber dann doch schnell unter Kontrolle, jedoch gestalteten sich die Löscharbeiten langwierig.

Insgesamt 120 Feuerwehrleute, davon rund 30 Atemschutzgeräteträger zeigten beste Leistung und das obwohl seit rund einem Jahr wegen der Pandemie keine Übungen mehr stattgefunden haben, so Einsatzleiter Winkler. Ebenfalls am Einsatzgeschehen beteiligt war die Feuerwehrführung mit Kreisbrandrat Ralf Dressel, Kreisbrandinspektor Georg Pfrang und Kreisbrandmeister Thomas Neeb.


Zwei Hausbewohner im Alter von 71 und 26 Jahren wurden verletzt und mit einer Rauchgasintoxikation durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Neben einem Notarzt waren Rettungswagen des Roten Kreuzes aus Haßfurt, Eltmann und Hofheim sowie der Johanniter Schweinfurt vor Ort.


Nachdem bereits schon vorher einige Feuerwehren aus dem Einsatz herausgelöst wurden, konnte auch die Feuerwehr Sand nach fast sechs Stunden Einsatzdauer ihre Arbeit beenden.

Ermittlungen laufen

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, zur der bislang aber keine Erkenntnisse vorliegen. Auch Angaben zur Höhe des Sachschadens konnten noch keine gemacht werden.

Haus unbewohnbar

Durch die Zerstörungskraft des Feuers und das Löschwasser ist das Haus momentan nicht bewohnbar. Die Bewohner des Hauses sind zwischenzeitlich bei Verwandten und Bekannten untergekommen.

Sander Hilfsaktion

Viele Sander Bürger zeigen sich betroffen vom Schicksal der Hausbewohner. Zweiter Bürgermeister Julian Müller postete Samstagmittag in der Facebookgruppe "Sander helfen Sander", dass ihn einige Anfragen bezüglich Unterstützungsmöglichkeiten erreicht haben. "Wir werden am Montagmorgen ein Spendenkonto für die Betroffenen einrichten und die Daten dann dementsprechend mitteilen. Es wird auch die Möglichkeit für Sachspenden geben, woran Bedarf besteht und wo es Abgabemöglichkeiten gibt, teile ich euch noch mit", so Jullian Müller.

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Die Feuerwehr bekam den Brand schnell unter Kontrolle und konnte das Feuer löschen. Die Kripo ermittelt zur Brandursache.

In aller Frühe

Gegen 3.30 Uhr wurde die Einsatzzentrale der Polizei Unterfranken über einen Wohnungsbrand in der Marienstraße in Sand am Main informiert. Nachbarn hatten den Brand bemerkt.

Bewohner evakuiert

Bis zum Eintreffen der ersten Rettungskräfte konnten sich die meisten Bewohner des Mehrparteienhauses bereits eigenständig ins Freie begeben. Zwei Personen mussten mit der Drehleiter durch die Feuerwehr gerettet werden.

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Neben einem 71-jährigen Nachbarn wurde ein 26-jähriger Anwohner mit leichter Rauchgasintoxikation durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr bekam den Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss schnell unter Kontrolle und konnte die Flammen löschen, bevor diese auf weitere Wohnungen übergriffen. Durch Brandschäden und Löschwasser wurde das Haus allerdings derart in Mitleidenschaft gezogen, dass es derzeit nicht mehr bewohnbar ist.

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Die Kriminalpolizei Schweinfurt übernahm die Ermittlungen zur Brandursache, zur der bislang keine Erkenntnisse vorliegen. Die Bewohner des Hauses kamen zwischenzeitlich bei Verwandten und Bekannten unter.