Erinnern
Aufrüttelnde Worte am Denkmal
Diakon Joachim Stapf segnete das restaurierte Kriegerdenkmal und gedachte der Menschen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben verloren hatten.
Diakon Joachim Stapf segnete das restaurierte Kriegerdenkmal und gedachte der Menschen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben verloren hatten.
Foto: Christian Ziegler
Stettfeld – Das Kriegerdenkmal in Stettfeld ist schon länger restauriert. Jetzt endlich konnte es gesegnet werden.

Mit einer feierlichen Segnung durch Diakon Joachim Stapf fand die Sanierung des Stettfelder Kriegerdenkmals am Volkstrauertag ihren Abschluss. Das Ehrenmal, das an die Stettfelder Opfer zweier Weltkriege erinnert, war über die Zeit sanierungsbedürftig geworden. Die Stettfelder Vierzehnheiligenwallfahrer beschlossen deshalb 2019 aus Dankbarkeit für 75 Jahre Frieden in Zentraleuropa im Jahr 2020, das Denkmal wieder instandsetzen zu lassen.

Unter dem Motto „Unser Kriegerdenkmal mahnt zum Frieden“ soll es wieder daran erinnern, wie kostbar Frieden ist und wie jeder dazu beitragen kann, den Frieden auch für künftige Generationen zu erhalten.

Der Stettfelder Steinmetz Andreas Klesse kümmerte sich fachmännisch um die Sicherung, Reinigung und um die Ausbesserungsarbeiten und versah das Denkmal mit einem neuen Sockel und einer Gedenkplatte, die eben diese Mahnung zum Frieden enthält. Und als dann alles so weit war, machte die Corona-Pandemie die Planungen einer kleinen Feierlichkeit zum Abschluss der Arbeiten im Herbst 2020 zunichte.

So freuten sich die Verantwortlichen Udo Busch, Helmut Schöpplein und Gerhard Böhm jetzt am Volkstrauertag, endlich mit den Stettfeldern die Segnung begehen zu können. Diakon Joachim Stapf erinnerte daran, wie wichtig es sei, für den Frieden einzutreten. „Viel zu viele junge Menschen wurden Opfer von Krieg und Gewalt, hier in Stettfeld, in Europa und in der ganzen Welt.“

Mit einer Segnung am Volkstrauertag fand die Sanierung des Stettfelder Kriegerdenkmals ihren Abschluss.
Mit einer Segnung am Volkstrauertag fand die Sanierung des Stettfelder Kriegerdenkmals ihren Abschluss.
Foto: Christian Ziegler

Udo Busch nutzte seine Ansprache ebenfalls für aufrüttelnde Worte: „Wir stehen hier und gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Ein finsteres Kapitel in unserer Geschichte – und oft glaubt man, dass wir Menschen nichts daraus gelernt haben.“ Er schlug einen Bogen zur Wallfahrt nach Vierzehnheiligen, die bereits am 7. Juni 1945 ihren Anfang nahm. „Das war für uns, die heutigen Vierzehnheiligenwallfahrer, der Grund, das Kriegerdenkmal sanieren zu lassen und mit dem Schriftzug ,Mahnung zum Frieden‘ zu erweitern“, betonte er. Sein besonderer Dank galt allen Unterstützern, die durch Spenden und tatkräftige Mithilfe die Sanierung erst möglichgemacht hatten.

Passend zur Segnung hatte der Arbeitskreis Geschichte mehrere Tafeln mit Bildern und Dokumenten zum Kriegsgeschehen in und um Stettfeld und der Wallfahrt nach Vierzehnheiligen erstellt.

Es gibt Exemplare der Dokumentation

Zudem bestand die Möglichkeit, gegen eine kleine Spende eine Dokumentation zum Kriegerdenkmal mit nach Hause zu nehmen.

Wer gerne noch ein Exemplar haben möchte, kann sich bei Udo Busch, Helmut Schöpplein oder Gerhard Böhm melden.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: