Orakel für 2017
Die Zwiebel sagt: 2017 wird ein trockenes Jahr
Mit Spannung erwartet Kurt Markert das Ergebnis seines Zwiebelorakels am Neujahrsabend. Gesellschaft leisten ihm seine Enkelinnen Marie (links) und Lina Zenk (rechts).
Mit Spannung erwartet Kurt Markert das Ergebnis seines Zwiebelorakels am Neujahrsabend. Gesellschaft leisten ihm seine Enkelinnen Marie (links) und Lina Zenk (rechts).
Foto: privat
Zeil am Main – 2016 hatte das Zwiebelorakel zu 75 bis 80 Prozent recht. Was sagt die Vorhersage für das Jahr 2017? Trockenheit oder Nässe?

Zum Jahresbeginn interessiert die meisten Menschen die Vorhersage, und da werden Horoskope verschlungen, Beruf, Liebe, Erfolg… Alleine das Wetter im neuen Jahr 2017 interessiert den Zeiler Hobby-ZukunftsforscherKurt Markert seit Jahren.

Dazu befragt er regelmäßig sein Zwiebelorakel, und schon die Enkelinnen lernen, wie es geht. Das Zwiebelorakel braucht seine Zeit: vom Silvestertag mittags über die Neujahrsnacht bis in die Abendstunden, genau 20 Uhr, am Neujahrstag. Um es vorweg zu sagen. Das Ergebnis ist erfreulich. Es wird ein trockenes Jahr 2017.

Die Zeit zwischen Weihnachten und Epiphanie, dem Dreikönigsfest, ist voll von volkstümlichem Brauchtum. Die Wilde Jagd, die Raunächte, sie liegen in den Tagen und Nächten, die in der Differenz zwischen dem Sonnen- und dem Mondjahr stehen. Die frühere ländliche Bevölkerung glaubte an die Magie dieser Tage, und da konnte man auch das Wetter, von dem der Landwirt so abhing, erkunden.

Zwiebel zieht das Wasser an

Ein solcher Brauch ist das Zwiebelorakel. Kurt Markert füllt um zwölf Uhr an Silvester große Zwiebelschalen, für jeden Monat eine, jeweils mit einem Teelöffel Salz, extra in einem Kräuterladen erstanden. Er schwört auf fränkische Bio-Zwiebeln, die seine Frau Inge in große Schalen zerlegt.

Markert hat auf ein Brett einen Kreis mit zwölf Sektoren gemalt, Sinnbilder für die zwölf Monate des Jahres. Dann werden jeweils ein Vaterunser und ein eigenes Gebet gesprochen: 2017 soll es bitte, lieber Gott, keine starken Gewitter und sonstige Wetterunbilden geben.

Bis Neujahrsabend 20 Uhr gibt es meist Veränderungen. Ist das Salz in einer Zwiebelschale feucht und nass, so ist ein regnerischer Monat zu erwarten, bleibt die Schale trocken, so bedeutet das für den Sommer trocken und heiß, für den Winter trocken und kalt. Klumpt das Salz, so weist das auf heftige Gewitter hin.

Spannend ist Jahr für Jahr die Frage, ob die Prognosen für 2016 eingetroffen sind. Zu 75 bis 80 Prozent, meint Markert, der dabei seine täglichen Wetteraufzeichnungen zu Rate gezogen hat.

Für Januar, Februar und März stimmte die Prognose zu 60 Prozent. Regen und Schönwetter wechselten ab, obwohl die Zwiebel trockenes Wetter verkündete. Der April war eigenwillig. Im Mai stimmte die Vorhersage „total trocken“ (nur sechs Tage Regen). Für Juni wieder Treffer: Nass und feucht war vorhergesagt. Und zu 80 Prozent stimmte auch der Juli (sonnig, trocken). Durchmischt war es beim Rest.

Nix Wasser

2017: Weitgehend trocken, sagt die Zwiebel. Einzelne Schalen waren nicht wie 2016 randvoll mit Wasser. So lautet die Prognose:

Januar – feucht, Schnee und Regen;

Februar/März – trocken, kalt, Sonne;

April – leicht feucht, Sonne/Regen im Wechsel;

Mai – kühl, nass;

Juni – trocken, Sonnenschein;

Juli – teils trocken, Gewitter;

August – feucht, Gewitter, mehr Regen;

September – trocken, Sonnenschein;

Oktober/November – leicht feucht; etwas Regen;

Dezember – trocken und kalt.