Bundesgartenschau
Die Schöpfer des Erfurter Riesenblumenbeets
Blühende Blumen spielten die Hauptrolle auf der Bundesgartenschau 2021, wie am Eingang weithin sichtbar war.
Blühende Blumen spielten die Hauptrolle auf der Bundesgartenschau 2021, wie am Eingang weithin sichtbar war.
Foto: Sabine Meißner
LKR Haßberge – Sommers Mühe, winters Lohn: Drei Gärtnereien aus den Haßbergen, die sich bei der Buga 2021 in Erfurt beteiligten, erhielten die höchste Auszeichnung.

Dass ihre Arbeitsleistung mit einer würdigen Auszeichnung anerkannt wird, das sei „nicht zu toppen“, sagen die drei Gärtnermeister Dietmar Hofmann, Werner Pudell und Roland Roth. Zum wiederholten Mal hatten sich die Chefs der drei in Kirchaich und Haßfurt ansässigen Gärtnereibetriebe mit einem Teil ihrer Teams an den Pflanzungen für eine Bundesgartenschau beteiligt. Dieses Jahr hatten sie in Erfurt die Aufgabe, eine vorgegebene Anzahl der Pflanzen für das „Große Blumenbeet“ bereitzustellen und einen Teil davon auf die 6000 Quadratmeter große Fläche entsprechend eines Pflanzplanes zu setzen.

Dieses riesige Beet galt als größte, ornamental zusammenhängend bepflanzte Fläche innerhalb Europas. Die Wirkung auf Betrachter, wenn alles blühte, war kolossal und wurde mehrfach während der Gartenschau mit Superlativen bedacht.

„Wir sind auch ein bisschen stolz, denn diese Leistung zu erreichen, ist nicht selbstverständlich, da es viele tolle Gärtner aus dem ganzen Bundesgebiet gab, die starke Pflanzen in hervorragender Qualität geliefert haben“, sagt Dietmar Hofmann, wenn er zurückblickt. Ihre Arbeit habe mit dem Legen der Blumenzwiebeln im November 2020 begonnen, sei mit der Frühjahrs- und der Sommerbepflanzung in diesem Jahr fortgesetzt worden, um schließlich zum „goldigen Abschluss im Oktober“ zu gelangen. So habe ihnen ein arbeitsreiches Jahr in Erfurt eine „Große Goldmedaille“ aufgrund der höchsten Punktzahl für die Frühjahrsblumen sowie insgesamt 36 Gold- und sechs Silbermedaillen beim Pflanzenwettbewerb eingebracht.

Macher aus Franken

Nicht nur ein Teil der Pflanzen, sondern auch der Plan für das große Blumenbeet stammte aus Franken: Die Landschaftsarchitektin Christine Orel aus Herzogenaurach war für die Planung und die Auswahl der Jungpflanzenbetriebe zuständig. Im Interview mit einem Fachmedium der gärtnerischen Branche gab sie an, sich für Gärtnereien als Zulieferer entschieden zu haben, die bereit gewesen seien, „etwas Besonderes zu kultivieren“.

Die Buga in Erfurt war einschließlich des großen Blumenbeetes eine Gemeinschaftsleistung von 14 Gärtnereibetrieben aus ganz Deutschland, die für die Lieferung der Blumen und zum Teil auch für das Pflanzen und Pflegen zuständig waren.

Verleihung der „Großen Goldmedaille der Buga 2021“ (von links): Ulrich Haage, Deutscher Zentralverband Gartenbau, Roland Roth, Dietmar Hofmann, Werner Pudell, Thomas Schmidt, Bundeslandwirtschaftsministerium.
Verleihung der „Großen Goldmedaille der Buga 2021“ (von links): Ulrich Haage, Deutscher Zentralverband Gartenbau, Roland Roth, Dietmar Hofmann, Werner Pudell, Thomas Schmidt, Bundeslandwirtschaftsministerium.
Foto: Irene Pudell

„Wir holten mit dem Staatsehrenpreis für Frühjahrs- und Sommerblumen im Freilandwettbewerb, der höchsten Auszeichnung, die sozusagen die Königsklasse für einen Gärtner bedeutet, zum dritten Mal hintereinander Gold. Zuvor waren wir bei der IGA 2017 in Berlin und der Buga 2019 in Heilbronn erfolgreich“, berichtet Werner Pudell.

Die Auszeichnung hat Thomas Schmidt vom Bundeslandwirtschaftsministerium bei einer Feierstunde anlässlich des Buga-Abschlusses an die Gärtnermeister überreicht.