Freizeitgestaltung
Naturerlebnis im Steigerwald
German Kuhn und Ehefrau Bettina waren mit ihren Kindern Samira und Lysander das erste Mal auf Trekkingtour und stärkten sich am Abend beim Lagerfeuer mit Stockbrot und Grillwürstchen. Außerdem bot sich hier eine Gelegenheit, mit anderen Trekkinggästen Erfahrungen auszutauschen.
German Kuhn und Ehefrau Bettina waren mit ihren Kindern Samira und Lysander das erste Mal auf Trekkingtour und stärkten sich am Abend beim Lagerfeuer mit Stockbrot und Grillwürstchen. Außerdem bot sich hier eine Gelegenheit, mit anderen Trekkinggästen Erfahrungen auszutauschen.
Foto: Christian Licha
Fabrikschleichach – Natur pur kann man auf den Trekkingplätzen im Steigerwald erleben. Kristina Lentner und Michael Fraitzl teilen ihre Erfahrungen auf einem Blog.

Großer Beliebtheit erfreut sich der Blog www.maps-for-two.de des jungen Paares Kristina Lentner und Michael Fraitzl aus Oberbayern, das gerne auf Reisen geht. Am Trekkingplatz Steinknuck in der Nähe von Fabrikschleichach starteten die beiden Weltenbummler am Donnerstag zu ihrer Tour, um alle zehn Plätze in den Landkreisen Haßberge, Schweinfurt und Bamberg zu erkunden.

110 Kilometer an vier Tagen

Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein, Ile-Managerin Ulla Schmidt und Revierförster Burkhard Rischen begrüßten die beiden Naturwanderer, die mit ihrem Blog und den dazugehörigen Social-Media-Kanälen 15 000 Leser im Monat erreichen. Bürgermeister Bäuerlein verspricht sich dadurch auch einen höheren Bekanntheitsgrad der Homepage www.trekkingerlebnis.de. Deshalb wird der Bloggerbeitrag auch aus Mitteln des Regionalbudgets der „Lebensregion plus“ in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken gefördert.

Der Zeltaufbau ist kein Problem für Kristina Lentner und Michael Fraitzl. Sie haben auf ihren Reisen quer über den Erdball viel Erfahrung gesammelt.
Der Zeltaufbau ist kein Problem für Kristina Lentner und Michael Fraitzl. Sie haben auf ihren Reisen quer über den Erdball viel Erfahrung gesammelt.
Foto: Christian Licha

Kristina Lentner und Michael Fraitzl haben sich einiges vorgenommen. Die insgesamt 110 Kilometer der Nord- und Südtour durch den Steigerwald wollen sie in nur vier Tagen zurücklegen. Da das Laufen eines ihrer Hobbys ist und sie auch Halbmarathon-Läufer sind, zeigen sich die beiden optimistisch, 30 bis 40 Kilometer am Tag zurückzulegen. Übernachtet wird dabei immer auf einem der Trekkingplätze.

Auch in der Hängematte lässt es sich gut auf den Trekkingplätzen übernachten. Larissa Hendricks und Simon Siegers kamen mit ihren Hunden Milow und Buddy aus dem Ruhrgebiet um den Steigerwald zu erkunden.
Auch in der Hängematte lässt es sich gut auf den Trekkingplätzen übernachten. Larissa Hendricks und Simon Siegers kamen mit ihren Hunden Milow und Buddy aus dem Ruhrgebiet um den Steigerwald zu erkunden.
Foto: Christian Licha

Alles was sie für ihre Erlebniswanderung brauchen, haben die 27-Jährige und ihr 31-jähriger Lebensgefährte auf dem Rücken. Etwa 15 Kilogramm wiegt einer der Rucksäcke. Darin enthalten ist ein geräumiges Zelt, das in der Nacht auch Schutz bei Regen bietet. „Bei schönem Wetter kann das jeder“, sagte Michael Fraitzl augenzwinkernd, auch im Hinblick auf den teilweise heftigen Regen am Starttag. Seine Freundin bestätigte, dass das Wetter für das Paar eine untergeordnete Rolle spiele.

Mit Hunden und Hängematten

Das Gemeinschaftserlebnis wird beim Trekking großgeschrieben. Jeder der Übernachtungsplätze im Steigerwald ist für bis zu zehn Personen ausgelegt. So kommt man auch fast immer in Kontakt mit anderen Naturliebhabern. So wie zum Beispiel Larissa Hendricks und Simon Siegers aus Oberhausen im Ruhrgebiet.

Mit ihren beiden Hunden Milow und Buddy traf das Pärchen aus Nordrhein-Westfalen etwa zeitgleich mit den südbayerischen Bloggern am Steinknuck ein. Sie sind schon gespannt auf neue Erlebnisse im Steigerwald. Bei ihnen geht es etwas gemächlicher zu: Rund 15 Kilometer laufen sie am Tag mit ihren Berner Sennhunden und starteten am Waldwipfelpfad in Ebrach.

Danach zeigten sich die 30-Jährige und ihr 33-jähriger Freund sehr angetan vom Trekkingplatz Laubwiese in der Nähe von Zell am Ebersberg. Dort begeisterte sie unter anderem der Naturbrunnen, der Gelegenheit bot, Wasser für die Wanderung aufzufüllen. Auch ihnen konnte der Regen nichts anhaben, obwohl sie die Nächte in Hängematten verbrachten. Eine Plane diente als Dach und seitlicher Windschutz, so dass auch ihre vierbeinigen Mitwanderer, die ihr Futter selbst trugen, einen trockenen Platz hatten.

Wie eine Abenteuerreise

Familie Kuhn aus Erlangen war mit ihren Kindern Samira und Lysander unterwegs. Bei ihrer ersten Trekkingtour verbringen die fast Zehnjährige und ihr sechs Jahre alter Bruder die Pfingstferien mal etwas anders. Das Freizeiterlebnis ähnelt einer Abenteuerreise. Entlang ihrer Trekkingroute hat die vierköpfige Familie auch immer nur gute Erfahrungen mit der Bevölkerung der Dörfer gemacht, die sie durchkreuzten: „Die Leute waren alle sehr hilfsbereit, haben uns Wandertipps gegeben, und auch das Auffüllen des Wasservorrates unterwegs war kein Problem“, berichtet German Kuhn.

Am Trekkingplatz Steinknuck bot sich auch die Gelegenheit, noch etwas herumzutollen. Mehrere sportliche, in die Natur eingebettete Stationen laden dort zum Mitmachen ein. Zum Ausklang des Tages wurde an der Feuerstelle ein Lagerfeuer angezündet.

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