Artenschutz
Naturschützer erfassen Fledermaus-Bestand
Eine Wochenstube des Großen Mausohrs
Eine Wochenstube des Großen Mausohrs
Foto: Matthias Hammer
Ebern – Der Bund Naturschutz und das Landratsamt verschaffen sich einen Überblick über die geschützten Tiere im Kreis Haßberge.

Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Haßberge plant in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Fledermaus der Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz die Erfassung von Fledermäusen in Kirchen, Schlössern und größeren älteren Gebäuden. Die Initiatoren bitten die Bevölkerung, besonders die Besitzer der Gebäude, das Projekt zu unterstützen und mitzuhelfen, wie der Bund Naturschutz am Freitag mitteilte.

Alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sind streng geschützt. Einige Arten nutzen Gebäude als Quartiere und Fortpflanzungsstätten. So finden sich in den Sommermonaten beispielsweise Weibchen des Grauen Langohrs oder des Großen Mausohrs in Gruppen in geräumigen Dachböden (etwa von Kirchen) ein, um ihre Jungen aufzuziehen. Solche Quartiere werden als Wochenstuben bezeichnet.

Um einen Überblick über den Bestand von Fledermäusen im Landkreis Haßberge zu erhalten, sollen diese Arten kartiert werden. Mit Hilfe der gewonnenen Ergebnisse können zukünftige Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Tiere entwickelt werden.

Die Bestandserfassung liegt in den Händen des Arbeitskreises Fledermaus des Bundes Naturschutz. Weitere Informationen geben ehrenamtlichen Helfer vor Ort und der Sprecher des Arbeitskreises, Harald Amon, Telefon 09531/1737, E-Mail vorstand@bund-naturschutz-ebern.de.

Besonders freuen sich die Fledermausschützer, wenn Vorkommen von Fledermäusen in Gebäuden mitgeteilt werden. Vor einer Bestandserfassung werden stets Termine mit den Gebäudeinhabern und -bewohnern vereinbart und ausführlich Informationen gegeben, versichert der Bund Naturschutz.