Spiritualität
Neue Einsichten und Aussichten
Die Initiatoren (von links) Bernd Wagenhäuser, Julia Weppert, Franziska Gräf-Schmitt, Doris Scheller-Gräf und Werner Dotterweich (rechts) sowie Bürgermeister Peter Kraus (Zweiter von rechts) und Nina Streng (Dritte von rechts) präsentieren als Beispiel den Haltepunkt am Weinberg, der unter dem Motto „Das Leben kosten“ steht.
Die Initiatoren (von links) Bernd Wagenhäuser, Julia Weppert, Franziska Gräf-Schmitt, Doris Scheller-Gräf und Werner Dotterweich (rechts) sowie Bürgermeister Peter Kraus (Zweiter von rechts) und Nina Streng (Dritte von rechts) präsentieren als Beispiel den Haltepunkt am Weinberg, der unter dem Motto „Das Leben kosten“ steht.
Foto: Christian Licha
Gädheim – Mit dem „Blickwechsel“ hat die Pfarreiengemeinschaft Theres einen Besinnungsweg mit elf Stationen erschaffen. Und es ist noch mehr in Planung.

Von der Dorfmitte bis hoch zum Eichhügel und dem Hochbehälter und wieder zurück führt der Besinnungsweg, für den man als reine Laufzeit gut eine Stunde benötigt. Natürlich kommt dazu noch die Verweildauer bei den einzelnen Stationen, die ganz individuell sein können, erklärte Diakon Bernd Wagenhäuser. Zusammen mit Diakon Werner Dotterweich, Doris Scheller-Gräf, Julia Weppert und Franziska Gräf-Schmitt sowie Bürgermeister Peter Kraus und Allianz-Managerin Nina Streng stellte der Geistliche am Freitag das Projekt „Blickwechsel“ in einem Pressegespräch vor. Neue Einsichten und Aussichten soll es bringen. Die einzelnen Orte, die im ganzen Dorf verteilt sind, sollen dem Betrachter die Möglichkeit geben, sie mit Fragen zu seinem persönlichen Leben auszufüllen.

Thema und Örtlichkeit passen zusammen

Jede Station hat ein eigenes Thema, das mit dem jeweiligen Geschehen an den Haltepunkten in Verbindung steht. „Der Fluss des Lebens“, heißt es zum Beispiel am Bach in der Ortsmitte, „Von Freiheit und Abenteuer“ am Kinderspielplatz in der Wingertstraße oder „Das Leben kosten“ am Weinberg. Mit einigen ausführenden Worten wird jede Station auf Informationstafeln beschrieben, die an einer Stele angebracht sind. Die Tafeln sind mit einem QR-Code versehen, der für weitere Impulse über die Homepage der Pfarreiengemeinschaft Theres unter www.blickwechsel-hassberge.de genutzt werden kann.

Weitere Informationen digital und auf Papier

Zukünftig soll es auch möglich sein, sich den Text per Smartphone vorlesen zu lassen und besinnliche Lieder anzuhören. Derzeit werden die Sprachdateien aufgenommen, die in Kürze zur Verfügung stehen sollen.

Zusätzlich gibt es eine ausführliche Broschüre, die als perfekter Begleiter beim Rundgang durch Gädheim dient. Dieses bebilderte Informationsheft liegt für Interessierte jederzeit öffentlich zugänglich vor dem Eingang des Rathauses kostenlos aus. Auch in den verschiedenen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Theres sowie den Pfarrbüros in Obertheres und Wonfurt kann das Textheft mitgenommen werden. Auf Wunsch und nach Vereinbarung werden von den Ehrenamtlichen der Pfarreiengemeinschaft auch Führungen für Gruppen angeboten.

Öffentliche Führung am 19. September

Ebenso ist am Sonntag, 19. September, eine vorerst einmalige, öffentliche Führung geplant, an der jeder und jede teilnehmen kann. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Rathaus in Gädheim.

Wie es dazu kam

Ausgangspunkt für den jetzigen Besinnungsweg war ein ähnliches Projekt, das am Palmsonntag 2019 in Obertheres sehr großen Anklang fand. Dabei kam die Idee auf, auch in anderen Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Theres so etwas zu installieren.

Die Gesamtkosten für den „Blickwechsel“ in Gädheim belaufen sich auf 3400 Euro. Die Allianz Main-Haßberge förderte das Vorhaben mit 2200 Euro aus dem Regionalbudget des Amtes für ländliche Entwicklung Unterfranken. Die Gemeinde Gädheim beteiligte sich, indem Mitarbeiter des Bauhofes die Stelen aufstellten und die Schilder anbrachten. Als eigenständiges Projekt der Gemeinde Gädheim werden demnächst an Punkt 7 des Rundweges am Hochbehälter zusätzlich zwei Ruhebänke aufgestellt, die ebenfalls über das Regionalbudget gefördert wurden und die selbstverständlich beim Erkunden des Besinnungsweges genutzt werden dürfen.

Als Fortsetzung wird derzeit eine Besinnungstour durch die zehn Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Theres geplant. Unter dem Motto „10 mal Anders – Besonderes mal 10“ kann man dann in den verschiedenen Orten ebenfalls den Blick wechseln und das Leben aus anderen Perspektiven sehen sowie das Besondere entdecken.