Premiere
Premiere für die Ebelsbacher Laienspieler
Rudi Klos (hinten) – Autor, Schauspieler und Vorsitzender der Ebelsbacher Theatergruppe – freut sich nach zwei Jahren Zwangspause auf die Premiere seines neuen Stücks „Amnesie plus Nebenwirkungen“. Mit dabei im Bürgersaal sind ab 29. Oktober (vorne von links) Christine Brauer, Heiko Braunreuther und Karin Djuhri, die nur auf dem Bild einen verschlafenen Eindruck machen.
Rudi Klos (hinten) – Autor, Schauspieler und Vorsitzender der Ebelsbacher Theatergruppe – freut sich nach zwei Jahren Zwangspause auf die Premiere seines neuen Stücks „Amnesie plus Nebenwirkungen“. Mit dabei im Bürgersaal sind ab 29. Oktober (vorne von links) Christine Brauer, Heiko Braunreuther und Karin Djuhri, die nur auf dem Bild einen verschlafenen Eindruck machen.
Foto: Naumannn
Ebelsbach – Die Theatergruppe hat sich nach zwei Jahren Corona-Pause wieder formiert und präsentiert ein neues Stück von Rudi Klos. Es gilt 3G.

„Ruhe bitte. Licht aus. Toi, toi, toi. Vorhang auf.“ Für die Mitglieder der Theatergruppe Ebelsbach klingen diese Worte wie Musik in den Ohren. Nach zweijähriger Zwangspause ist das kein Wunder. „Wir freuen uns riesig“, sagt Vorsitzender Rudi Klos, gleichzeitig aktiver Schauspieler, Regisseur und vor allem Autor, „dass wir den Bürgersaal wieder in einen Theatersaal verwandeln dürfen.“

Lange ungewisse Zeit ist vorbei

Dabei stand es lange in den Sternen, ob überhaupt und wenn ja unter welchen Voraussetzungen seine neue, mittlerweile siebte selbstgeschriebene Komödie mit dem Titel „Amnesie plus Nebenwirkungen“, präsentiert werden kann. Seit einer Woche steht fest: Auch in Ebelsbach gilt ab der Premiere am Freitag, 29. Oktober, die 3G-Plus-Regel „geimpft, genesen, PCR-getestet.“

„Wir wollen uns exakt an die Vorgaben des Landratsamtes halten“, betont der Vorsitzende und ergänzt: „Ohne die Nachweise hat niemand Zutritt.“

Die Besucher und Besucherinnen dürfen sich auf Ines (Ronda Flemming) freuen, die nach einem Autounfall vorübergehend ihr Gedächtnis verloren hat. Ebenso auf ihren Partner Peter Busch (Rudi Klos), dem seine Interessen und Geheimnisse wichtiger sind, als die der Partnerin.

Die im Haus lebende Mutter von Ines, Gloria Lurz (Christine Brauer), die seit längerem wegen ihrer Kaufsucht unter Beobachtung ihres guten Freundes Riegobert Neiblitz (Heiko Braunreuther) steht, und auch die ewig tratschende Nachbarin Tilde Mehlmeisel (Magda Schönauer) machen die ganze Situation nicht besser.

Als dann noch die Schwiegermutter Agathe Busch (Karin Djuhri) auftaucht, die nicht nur einen ordentlichen Putzfimmel hat, sondern auch über ein sehr aufgeblasenes Ego verfügt, rückt der Gedächtnisverlust von Ines immer mehr in den Hintergrund. Auch die beiden Herren Joachim Kress (Georg Markert) und Bernhard Propper (Dieter Kraft), die im Auftrag ihrer jeweiligen Agenturen unterwegs sind, leisten unverschuldet ihren Beitrag, damit aus dem Trubel Chaos wird.

Als Ines dann plötzlich ihr Gedächtnis wiedererlangt, ist fast nichts mehr so wie es vor dem Unfall war. Zwei neue Gesichter setzen das Durchschnittsalter der Gruppe beträchtlich herunter: Celine Trant in der Rolle der jungen, in ihren Chef verliebten Sekretärin Lydia Reitz und Malte Kuhn, der als pfiffiger Lausbub Nils Weber erstmals „Bühnenluft“ schnuppert.

Die Idee zu dem turbulenten Stück hatte Rudi Klos schon länger. Dabei hätten sich die beiden „Lockdowns“ für ihn beim Schreiben nicht als Nachteil erwiesen. Im Gegenteil: Er hatte mehr Zeit. Da er ebenso wie seine (Schauspiel)kollegen und -kolleginnen auf und hinter der Bühne den Blick nach vorne richtet, überwiegt nun die Vorfreude auf „Theater vor Publikum“.