Energiewende
25 Hektar für Sonnenkollektoren
Der Oberauracher Gemeinderat hat eine Grundsatzentscheidung gefällt, nach der 1,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche, das entspricht etwa 25 Hektar, für Freiflächen-Photovoltaikanlagen zur Verfügung stehen sollen. Unser Symbolfoto zeigt eine Photovoltaikanlage in Aidhausen.
Der Oberauracher Gemeinderat hat eine Grundsatzentscheidung gefällt, nach der 1,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche, das entspricht etwa 25 Hektar, für Freiflächen-Photovoltaikanlagen zur Verfügung stehen sollen. Unser Symbolfoto zeigt eine Photovoltaikanlage in Aidhausen.
Foto: Christian Licha
Oberaurach – Nach einem Beschluss des Gemeinderates ist klar: Es können Freiflächen-Photovoltaikanlagen gebaut werden.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag den Weg frei gemacht für Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet Oberaurach. Bereits am 25. November stellte Geschäftsführer Marco Siller von der Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte im Landkreis Haßberge mbH (GUT) in der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates anhand einer Präsentation mögliche Flächen für die Ausweisung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen vor. Es folgte ein Beschluss des Gemeinderats, 1,5 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche, das entspricht etwa 25 Hektar, für Freiflächen-Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen. Der Beschluss wurde nun in öffentlicher Sitzung noch einmal bestätigt. Festgelegt wird vorerst lediglich die maximale Fläche. Da die möglichen Flächen zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet wegen der hohen naturschutzfachlichen Einschränkungen sehr begrenzt sind, wurde außerdem beschlossen, keine Restriktionen hinsichtlich der Bodenzahl in das Gutachten einfließen zu lassen. Die Gemeinde Oberaurach setzt sich zum Ziel, die Kriterien in regelmäßigen Abständen von drei Jahren zu überprüfen und gegebenenfalls an zukünftige Kriterien anzupassen. Wie Bürgermeister Thomas Sechser mitteilte, werde nun das Gespräch mit den Grundstückseigentümern gesucht und die Öffentlichkeit informiert, sobald handfeste Ergebnisse vorliegen.

Weiterhin gab Sechser bekannt, dass die Gemeinde Oberaurach von der Kassenärztlichen Vereinigung eine Aufwandsentschädigung in Höhe von knapp 10000 Euro für die Leistungserbringung an der gemeindlichen Corona-Teststation im Oberaurach-Zentrum erhalten hat. Nach Abzug der entstandenen Kosten für persönliche Schutzausrichtungen und Ähnliches verbleibt ein Betrag in Höhe von 9500 Euro.

Guthaben wird weitergereicht

Der Gemeinderat beschloss, jedem der 40 ehrenamtlichen Helfer einen Einkaufsgutschein in Höhe von 50 Euro zukommen zu lassen, der in Oberauracher Geschäften eingelöst werden kann. Außerdem werden die drei Kindergärten und die Grundschule mit jeweils 1000 Euro gefördert. Die restlichen 3500 Euro werden auf örtliche Vereine verteilt.

Bestätigt hat der Gemeinderat die Kommandanten zweier Feuerwehren. In Oberschleichach wurde Matthias Göbel in seinem Amt als Kommandant bestätigt und Marco Speckner wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Christoph Neeb hat mit mehr als der Hälfte der abgegebenen Stimmen die Wahl zum Kommandanten in Unterschleichach für sich entschieden. Zum Kommandantenstellvertreter wurde Thomas Girschele gewählt.

Außerdem beschloss der Gemeinderat die Kulturförderung der Musik- und Gesangsvereine in Höhe von insgesamt 2200 Euro. Auch die Jugendförderung der Sport-, Musik-, Gesang- und Feuerwehrvereine wurde wie bereits schon 2020 wegen der Corona-Krise auf 20 Euro pro einheimischem Jugendlichen festgesetzt. Insgesamt sind das 6700 Euro.

Die Oberauracher Sport- und Kulturstiftung hat im Jahr 2021 voraussichtlich insgesamt 157 Euro Zinsen erwirtschaftet. Der geringe Zinsertrag resultiert aus dem zurzeit sehr niedrigem Zinsniveau. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung, die Zinserträge dem Grundstockvermögen zuzuführen. Somit beträgt das aktuelle Vermögen der Stiftung insgesamt 194180 Euro.