Katastrophenschutz
Wonfurt präpariert sich für den Ernstfall
Wenn die Wonfurter über eine Alarmsirene wie diese informiert wurde, sollen sie sich an sogenannten Katastrophen-Leuchttürmen weiter auf dem Laufenden halten können.
Wenn die Wonfurter über eine Alarmsirene wie diese informiert wurde, sollen sie sich an sogenannten Katastrophen-Leuchttürmen weiter auf dem Laufenden halten können.
Jens Büttner, dpa
F-Signet von Wolfgang Aull Fränkischer Tag
Wonfurt – Dass 2022 kein einfaches Jahr war, ist den Wonfurter Bürgermeistern und Gemeinderäten klar. Und nun müssen sie für 2023 vorsorgen.

Bürgermeister Holger Baunacher (CSU) gab sich bei der letzten Sitzung in diesem Jahr optimistisch, dass der Gemeinderat nach turbulenten Zeiten toll und konstruktiv weiterarbeitet. Zunächst berichtete Baunacher, dass er derzeit viel Zeit damit verbringe, ein Szenario durchzuspielen, das nach seiner Einschätzung sehr unwahrscheinlich sei: Er sprach von einem Stromausfall in der Gemeinde beziehungsweise in der Region.

„Höchste Priorität haben Anlaufstellen für die Bürger“

Der Landkreis und die Kommunen seien verpflichtet, eine Befehlsstruktur auszuarbeiten, die in einem solchen Falle in Kraft träte. Baunacher erklärte: „Höchste Priorität haben Anlaufstellen für die Bürger, wo sie möglichst umfassend und zuverlässig informiert werden können.“ Diese Sammelstellen, als Katastrophen-Leuchttürme bezeichnet, könnten aus seiner Sicht rund um das Rathaus und das Feuerwehrhaus angesiedelt sein.

Auch werde derzeit geprüft, welche Konsequenzen sich bei einem Stromausfall für die Wasserversorgung ergäben, auch hier sei er mit den Verantwortlichen im Gespräch. Wichtig sei selbstverständlich auch, dass die Ortsteile in die Überlegungen einbezogen werden, hier könnten möglicherweise mobile Einsatztruppen Informationsaufgaben übernehmen.

Den Energieverbrauch senken und Lastspitzen reduzieren

Danach ging Baunacher auf den Energieverbrauch in der Gemeinde ein. Es habe sich bewährt, sagte er rückblickend, dass die Straßenbeleuchtung schon frühzeitig auf LED umgestellt wurde.

Ein weiterer größerer Verbrauchsfaktor sei die Kläranlage, und hier gelte es, die Überlegung durchzuspielen, inwieweit Lastspitzen möglicherweise durch Stromspeicher oder eigene Versorgungswege gekappt werden könnten. Hier könnten circa 10.000 Euro pro Jahr bei Gesamtkosten von jährlich 30.000 Euro eingespart werden.

Dass sich die Gemeinde auch hier in einem konstruktiven Prozess befindet, demonstrierte er anhand konkreter Zahlen: Der Jahresverbrauch sei in den vergangenen Jahren von 106.000 kWh auf 78.000 kWh gesunken.

Die Idee einer Wohnungsbaugenossenschaft gefällt nicht jedem

Ein weiteres Problem sei die Wohnungsnot, insbesondere beim sozialen Wohnungsbau, sagte Baunacher. Im Landkreis stünden Überlegungen an, eine Wohnbaugenossenschaft in kommunaler Hand einzurichten. Bei Mario Eller (Steinsfelder Liste) kam der Gedanke nicht gut an: „Wir haben doch gar keine Bauplätze. Und wenn wir welche einrichten, verdienen wieder andere das Geld. So war es doch auch bei den PV-Anlagen.“

Ein zuversichtliches Bürgermeistertrio (von links): Bürgermeister Holger Baunacher, Zweite Bürgermeistern Daniela Lang und Dritter Bürgermeister Bernd Riedlmeier.
Ein zuversichtliches Bürgermeistertrio (von links): Bürgermeister Holger Baunacher, Zweite Bürgermeistern Daniela Lang und Dritter Bürgermeister Bernd Riedlmeier.
Wolfgang Aull

„Es war ein turbulentes Jahr, manches hat mich auch fertig gemacht hat“, gab Baunacher zu und sagte dann, die vergangenen Sitzungen seien toll und konstruktiv gewesen und er hoffe, der Gemeinderat könne so im kommenden Jahr weiterarbeiten.

Das letzte Wort in der letzten Wonfurter Gemeinderatssitzung hatte die Zweite Bürgermeisterin

Das letzte Wort in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres hatte die Zweite Bürgermeisterin Daniela Lang (Dampfacher Liste). Sie dankte Bürgermeister Holger Baunacher für die gute Zusammenarbeit und sein offenes Ohr für alle Belange der Bürger, erinnerte daran, dass 2022 tolle Spielplätze verwirklicht worden seien, und sprach die Hoffnung aus, dass „wir gemeinsam vieles erreichen und verwirklichen“.

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