Warnung
Bedrohung durch Geflügelpest
Nutztiere wie dieses Geflügel sollten vor Wildvögeln geschützt werden, weil diese die Aviäre Influenza verbreiten können (Symbolfoto).
Nutztiere wie dieses Geflügel sollten vor Wildvögeln geschützt werden, weil diese die Aviäre Influenza verbreiten können (Symbolfoto).
Foto: Adriane Lochner
LKR Haßberge – Die Aviäre Influenza ist bereits in Bayern angekommen. Wie Geflügelhalter ihre Tiere vor eine Ansteckung schützen können – und müssen.

Die Aviäre Influenza (AI, Geflügelpest) bedroht auch in diesem Winter die Gesundheit Tausender Vögel im Landkreis Haßberge. Die ersten Fälle von infiziertem Wild- und Hausgeflügel wurden in diesem Herbst bereits früher als im Vorjahr festgestellt. Beim aktuellen Seuchenzug sind in Deutschland bereits 32 Ausbrüche bekannt.

„Die Seuche ist also angekommen und kann jederzeit überall auftreten“, äußert sich das Veterinäramt in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Das Veterinäramt hat zur Früherkennung das Monitoring verschärft und untersucht jedes tot aufgefundene Tier, sei es Wasser- oder Raubvogel, auf die Virusinfektion. Als Konsequenz wäre nach der Entdeckung von infizierten Wildvögeln im Landkreis unter anderem wieder mit der Aufstallpflicht für Geflügel zu rechnen.

Empfohlen wird bereits jetzt, Auslaufhaltungen teilweise seitlich mit einem dichten Zaun (maximal 1,5 cm Drahtweite) gegen Wildvögel abzugrenzen und nach oben hin zu überdachen. Im Fall einer Aufstallpflicht stünde dann weiterhin ein Teilauslauf zur Verfügung.

Tote Tiere nicht berühren

Um nun so früh wie möglich feststellen zu können, ob die Seuche den Landkreis erreicht hat, sollen Totfunde von Wasser- und Raubvögeln zu den üblichen Öffnungszeiten der Behörde an das Veterinäramt des Landkreises Haßberge in Hofheim (Telefon 09521/27-138) gemeldet werden. Von dort werden dann die weiteren Maßnahmen und Untersuchungen eingeleitet. Totes Wildgeflügel soll nicht berührt werden, der Kontakt mit Hunden ist möglichst zu vermeiden.

Auf alle Fälle Wildvögel fernhalten

Die Geflügelhalter im Landkreis werden in ihrem eigenen Interesse zum Schutz ihrer Bestände aufgerufen. Dazu gehört es unter allen Umständen zu verhindern, dass gehaltenes Geflügel mit Wildgeflügel und/oder dessen Ausscheidungen in Kontakt kommen kann. So soll die Fütterung von Geflügel nur an Stellen erfolgen, die für Wildvögel unzugänglich sind, kein Zugang zu einer gemeinsamen Wasserressource möglich sein und Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Jetzt zählt konsequentes Hygienemanagement

Jede ungewöhnliche Sterberate, Legeleistungsabnahme oder verminderte Gewichtszunahme bei Mastgeflügel muss unverzüglich durch einen Tierarzt (Hof- oder Betreuungstierarzt) auf das Vorliegen einer Geflügelpestinfektion abgeklärt werden. Außerdem wird zum konsequenten Hygienemanagement geraten. Dies bedeutet auch, betriebseigene Schutzkleidung und separates Schuhwerk bei der Versorgung des Geflügels zu tragen.