Verantwortung
Wenn Pflegeschüler eine Klinik-Station leiten
Pflegeberufe sind vielfältig, auch Blutdruckmessen gehört dazu. Eine Woche lang haben die Auszubildenden auf der Inneren Station der Haßberg-Kliniken alles organisiert.
Pflegeberufe sind vielfältig, auch Blutdruckmessen gehört dazu. Eine Woche lang haben die Auszubildenden auf der Inneren Station der Haßberg-Kliniken alles organisiert.
Symbolbild: Robert Kneschke, Fotolia
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Haßfurt – Auszubildende haben sich um alle Abläufe und Dienste in der Inneren Station der Haßberge-Kliniken in Haßfurt gekümmert. Warum traut man ihnen das zu?

In der zweiten Dezemberwoche lief im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken wieder das traditionelle Projekt „Azubis leiten eine Station“. Es sind angehende Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, die sich im Rahmen ihrer dreijährigen Ausbildung an der Berufsfachschule Carereer in diese Aktion reinhingen. Die Berufsfachschule für Pflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe wird gemeinsam von den Haßberg-Kliniken und dem Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt betrieben – und deshalb kommen die Teilnehmenden von beiden Kliniken.

Wie die Haßberg-Kliniken mitteilen, wird das Projekt seit vielen Jahren von den Auszubildenden der Pflegeschule durchgeführt und kommt sowohl bei den Patientinnen und Patienten als auch bei den Auszubildenden selbst und dem Klinikpersonal hervorragend an.

Praxisorientiertes Projekt des Pfleger-Ausbildungsabschlusskurses

In diesem Jahr hatten die 17 Auszubildenden des Kurses 2020/2023 ihr praxisorientiertes Projekt auf der Inneren Station im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Eine Woche lang waren sie für alles zuständig. Vorausgegangen war eine mehrmonatige Vorbereitungsphase, in welcher die Auszubildenden gezielt hinsichtlich der Stationsübernahme geschult wurden.

Ganz ohne Mitwirkung von Schul- und Pflegedienstleitung und Ärzten ging es nicht

Mit Unterstützung der Praxisanleiterinnen rund um Eva Hückmann und Melanie Krämer deckten die zukünftigen Pflegefachkräfte eine Woche lang alle drei Schichten der Inneren Station ab. Auch Schulleitung und Pflegedienstleitung sowie die Ärzte der Abteilung wirkten im Hintergrund tatkräftig mit.

„Das diesjährige Projekt war wieder ein voller Erfolg. Es bietet starken jungen Nachwuchspflegekräften die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen erste eigenständige Erfahrungen zu sammeln und somit kurz vor ihrem Examen noch einmal ihre berufliche Handlungskompetenz in allen Ebenen zu schärfen“, äußerte sich Pflegedienstleiter Dominik Greim anschließend begeistert und fügte hinzu: „Wir bedanken uns recht herzlich bei den Auszubildenden für das Engagement, die an den Tag gelegte Leistungsbereitschaft sowie für den Humor, der während des Projektes immer zu spüren war. Der Berufsfachschule danken wir für die intensiven Vorbereitungen und die tatkräftige Unterstützung unserer Azubis.“

Dienstpläne mussten erstellt werden, der Stationsablauf musste organisiert werden

Auch das für die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts zuständige Team mit Elena und Christina Ott sowie Anita Keller blickte stolz auf die zu Ende gehende Woche: „Die Möglichkeit, mehr über die Patientenversorgung, Teamfähigkeit, Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen oder den Tagesablauf im Krankenhaus zu erfahren, ist für uns als zukünftige Pflegefachkräfte sehr lehrreich“, freuten sie sich in ihrem Fazit.

„Das Erstellen von Dienstplänen sowie die Organisation des Stationsablaufes sind dabei nur einige von vielen Herausforderungen. Durch die Selbstorganisation und das eigenverantwortliche Arbeiten, zum Beispiel beim Richten der Medikamente, der Begleitung und Betreuung schwerstkranker Menschen oder beim Umgang mit Angehörigen wachsen wir gerade permanent über uns hinaus“, sagte das Team.

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