Hilfsinitiative
Kronkorken für krebskranke Kinder
Rektorin Claudia Gigglberger mit den Schülern Rosina, Felix und Maresa bei der Übergabe der Kronkorken und Aluschraubverschlüsse an Stefan Rambacher (von rechts).
Rektorin Claudia Gigglberger mit den Schülern Rosina, Felix und Maresa bei der Übergabe der Kronkorken und Aluschraubverschlüsse an Stefan Rambacher (von rechts).
Foto: Günther Geiling
Kirchlauter – Kronkorken udn Aluschraubverschlüsse sollte man nicht achtlos wegwerfen. Schüler in Kirchlauter tun damit Gutes.

Über Wochen und Monate hatten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kirchlauter Kronkorken und Aluschraubverschlüsse gesammelt, um sie nun an Stefan Rambacher aus Zell zu übergeben. Er hat nämlich eine Spendenaktion für die „Elterninitiative Regenbogen“ für leukämie- und tumorkranke Kinder ins Leben gerufen, um damit „gemeinsam krebskranken Kindern zu helfen“.

Rektorin Claudia Gigglberger übergab mit ihren Schülern Schachteln und Säcke voll von diesem „wertvollen Müll“, der dann recycelt werde. „Mit dem Geldbetrag unterstützen wir diese Initiative, auch wenn es nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist.“ Man habe aber erfahren, dass auch auf solchen Krebsstationen das Geld knapp sei und deshalb wolle man mithelfen.

Wie wird geholfen?

Rambacher gab den Schülern dann auch einen Einblick, was mit dem Geld geschehe. So gebe es in Würzburg 13 Elternwohnungen, wo die Eltern während des Krankenhausaufenthalts ihrer Kinder wohnen könnten. Man finanziere aber auch Ärzte- und Schwesternstellen und sorge für entsprechende Ausstattung auf der Station. Außerdem organisiere man Geburtstagsfeiern für die Kinder oder lasse sie an Reit- oder Kletterkursen teilnehmen und.

Dabei verschwieg er auch nicht, dass seine Familie selbst von diesem Schicksal betroffen sei, weil seine Tochter mit neun Jahren an Krebs erkrankt ist. Sie sei nun geheilt, müsse aber jedes Vierteljahr zur Untersuchung in die Klinik.

Hilfe ohne Abzüge

Rambacher hat mit seiner Aktion einen Stein ins Rollen gebracht und bekommt nun gesammeltes Material aus ganz Franken, von Kindergärten, Schulen, Feuerwehren, Firmen oder Brauereien, und sogar aus Österreich. Die Sammlung und Organisation bedeute natürlich auch einen wahnsinnigen Aufwand, „aber ich weiß, wofür ich das mache und das Geld kommt zu 100 Prozent an.“